Meldung

Eigene Mitarbeiter größte Bedrohung für die IT-Sicherheit

Nicht wie üblicherweise angenommen Viren, Hacker oder Phishing-Attacken setzten der IT-Sicherheit in den Unternehmen am meisten zu. Die Experten der Nationalen Initiative für Internetsicherheit (NIFIS) gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte der Sicherheitsvorfälle in den Betrieben von eigenen Mitarbeitern verursacht werden.
Um die Sicherheitsprobleme zu lösen, rät die wirtschaftsnahe Selbsthilfeorganisation NIFIS [1] zunächst Ursachenforschung zu betreiben und dabei zwischen bewussten und unbewussten Schädigungen zu unterscheiden. Bei bloßer Unwissenheit „schaffen die Information und Schulungen der Mitarbeiter am besten Abhilfe", erklärt Dr. Thomas Lapp, Vorstand des NIFIS.

Schwieriger sind Sicherheitsvorfälle, die auf Böswilligkeit oder Nachlässigkeit der Mitarbeiter zurückzuführen sind. Sie seien meist ein Hinweis auf die mangelnde Motivation der schädigenden Mitarbeiter oder auf schwelende Konfliktherde. Hier ist es laut NIFIS empfehlenswert, ein Konfliktmanagementsystem im Unternehmen zu etablieren oder innerbetriebliche Mediatoren zu engagieren, die zwischen den Problempersonen vermitteln. Zudem rät NIFIS zur Entwicklung fehlertoleranter IT-Produkte, da Bedienungsfehler und Sicherheitsprobleme häufig in der starren Ausgestaltung der IT-Systeme begründet lägen.


24.07.2006/mh

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