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Einer der bekanntesten Filter gegen Spam ist die Open-Source-Anwendung
Spamassassin. Ursprünglich für Unix- und Linux-Mailserver entwickelt,
findet man mittlerweile auch Ports für 32-Bit-Windows und Exchange.
Spamassassin ist ein sehr geradliniges Produkt: Es bewertet die
Wahrscheinlichkeit einer E-Mail, Spam zu sein, durch ein Punktesystem –
je mehr Punkte, desto höher die Wahrscheinlichkeit für Spam.
Spamassassin ist allerdings kein "schlüsselfertiges" Antispamgateway.
Es muss in eine bestehende E-Mail-Infrastruktur mit Mailserver,
Reporting und Management eingebunden werden.
Das Buch von Alan Schwartz setzt genau an dieser Stelle an. Im Detail
beschreibt es die Implementation der Antispamsoftware in Sendmail,
Postfix, Qmail und Exim. Der Autor nimmt sich je ein Kapitel Platz, um
die Implementation nach dem immer gleichen Schema zu beschreiben.
Zuerst kommt die Architektur der E-Maillösung an die Reihe, dann folgt
der Spamcheck beim Einsatz an der lokalen Mailbox und als zentrale
Instanz, und den Abschluss bildet der Aufbau des eigentlichen
Antispamgateways.
Die Kapitel sind ausführlich und knapp zugleich gehalten. Alles was
wichtig ist, steht drin. Es gibt eine Menge Skripte und Anleitungen, an
welchen Stellen Konfigurationsänderungen notwendig sind. Darüber hinaus
setzt Schwartz allerdings voraus, dass man sich mit Betriebs- und
Mailsystem gut auskennt und auch mit Perl umgehen kann. Trotzdem, für
einen erfahrenen Administrator enthält das Buch alle notwendigen
Informationen. Vor den Kapiteln, die die Implementation beschreiben,
geht der Autor auf die Spamassassin-Grundlagen ein und erklärt die
Tests, nach denen der Filter arbeitet und seine Punkte verteilt. Auch
hier gilt:Vorwissen muss sein, zur Not hilft Google während der
Lektüre, um Begriffe und Konzepte zu erklären. Ebenfalls
empfehlenswert: die angegebenen Links, zum Beispiel zu den
unterstützten Clearinghouses.
Spamassassin von Alan Schwartz ist ein Buch für Administratoren, die
sich mit Unix und Perl auskennen und wissen wollen, wie sie den
Spamfilter anwenden. Wer sich erst mit dem Konzept vertraut machen
will, sollte vorab im Internet recherchieren. (Elmar Török)
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