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Nach wie vor gilt Virtualisierung als wichtigster Trend in der IT, das wird die heraufziehende Finanzkrise eher noch verstärken. Neben VMware und Microsofts Hyper-V ist Xen die wichtigste Technologie in diesem Bereich. Bücher, die sich ausschließlich mit Xen beschäftigen, sind immer noch rar, umso willkommener ist Marcus Fischers Titel “Xen”. Über 500 Seiten ausschließlich über die Open Source-Virtualisierungssoftware, das klingt nach dem idealen Begleiter für den experimentierfreudigen Administrator. Allerdings lässt einen der Blick in das Inhaltsverzeichnis zögern: Der komplette erste Teil des Buchs, immerhin fast 300 Seiten, beschäftigt sich mit Theorie und Grundlagen zur Virtualisierung allgemein. Klar, Grundlagen gehören dazu, aber dann sollten sie auch in der Praxis verwertbar sein. Fischer liefert allerdings einen Exkurs durch alle möglichen Bereiche der Virtualisierung, samt Chronik und Marktübersicht. Da sind ein paar eingestreute Seiten zum Schnellstart mit einer Live-CD zwar nett, aber eindeutig zu wenig. Auch die Erläuterung der diversen Architekturkonzepte dürfte für viele Leser eher schmückendes Beiwerk sein.
So richtig in die Vollen geht es eigentlich nur für 90 Seiten, in denen Fischer kenntnisreich und flüssig den Umgang mit Xen erklärt. Dazu gehört die Installation auf verschiedenen Hosts, die Verwaltung mit Bordmitteln und die Installation von Gästen. Was jedoch fehlt sind Beispiele und verschiedene Szenarien, in denen der Einsatz in der Praxis beschrieben wird. Gerade deshalb ist es unverständlich, dass der Autor so viel Platz für den allgemeinen Teil verwendet, wenn eine Handvoll Beispiele für das Verständnis und den Umgang mit Xen deutlich mehr gebracht hätten. Nach dem Xen-Kapitel stellt Fischer die Virtualisierungssoftware KVM vor, dann folgt noch ein Kapitel über die Problembehandlung bei Xen, vor allem über die diversen Logdateien, eine FAQ rundet das Buch ab.
Fazit: Trotz über 500 Seiten enthält “Xen” von Marcus Fischer zu wenig Infos zum Einsatz von Xen. Für allgemein am Thema Virtualisierung interessierte Leser ist das Buch in Ordnung. (Elmar Török)
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