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Nur wenige Anwälte kennen sich mit professioneller IT aus und wissen,was in den entsprechenden Projektverträgen sinnvoll ist. Der Administrator hingegen weiß, worauf es bei einem Projekt ankommt und kann seine Vorstellungen detaillierter umsetzen – doch fehlen ihm meist die nötigen rechtlichen Grundkenntnisse. Die Devise lautet also: ein bisschen Juristerei kann nicht schaden, auch wenn viele Administratoren rechtliche Belange eher scheuen.
Doch keine Angst, ganz ohne Anwalt soll und muss niemand einen katalogdicken Vertragsentwurf formulieren. Aber wie der Autor von "IT-Projektverträge: Rechtliche Grundlagen" im Vorwort darlegt, sollte der Admin lernen, grundlegende Schritte auf dem manchmal glatten Boden des Rechts zu beherrschen. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Grundlagenbuch zum Vertragsrecht nicht unbedingt leichte Lesekost ist. Doch der Autor Christoph Zahrnt weiß, dass er den schweren Stoff in kleine Häppchen verpacken muss. So empfiehlt er, zunächst die ersten drei Kapitel zu lesen, um generell mit der Materie vertraut zu werden. Das sind etwa 80 Seiten, in denen der Leser eine Einführung in Vertragsrecht, Vertragsabschluss und Haftung bekommt.
Damit sich ein IT-Profi auch mit der rechtlichen Sichtweise anfreundet, schlagen zahlreiche Beispiele die Brücke zur realen Welt. Viele Admins dürften nach der Lektüre der drei Kapitel den dringenden Wunsch verspüren, die kürzlich geschlossenen Projektverträge noch einmal durchzusehen. Im zweiten Teil des Buchs geht es um die Konkretisierung. Beschrieben werden die typischen Projekttypen in der IT: Beschaffung und Lieferung von Systemen, Erstellung von Programmen, Outsourcing, Wartung und Pflege von Softwareprodukten. Hier werden die Beispiele seltener und die Beschreibungen sind äußerst trocken - ohne konkrete eigene Verträge, die man damit abgleichen will, wird sich vermutlich niemand auf diese Seiten verirren.
Fazit: Durch den Fokus auf Projektverträge macht der Autor das Thema IT-Recht erfassbar. Die Einführung im ersten Teil kann man wirklich jedem Admin empfehlen, danach ist das Buch eher etwas für Budgetverantwortliche, die aktiv an Verträgen mitarbeiten. (Elmar Török)
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