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Virtualisierung im Unternehmensumfeld hat meist mit VMware, Citrix oder Microsoft zu tun. Doch auch VirtualBox, das mittlerweile zu Sun Microsystems gehört, ist eine ausgereifte Virtualisierungsumgebung. Dirk Becker liefert das passende Buch dazu, sein Titel "VirtualBox" ist nach eigener Aussage für Anfänger und Nutzer mit wenig Erfahrung gedacht. Das ist offensichtlich ernst gemeint, denn auf den ersten Seiten liefert der Autor die Geschichte des PC’ und Grundlageninfos zur Virtualisierung. Doch zum Glück ist nach etwa 40 Seiten Schluss damit, danach widmet sich Becker ausschließlich VirtualBox.
Das Tempo ist nicht nur für Anfänger geeignet, seine Erklärungen dürften auch bei fortgeschritteneren Benutzern gut ankommen. Sehr positiv ist, dass er die Kommandozeilen-Tools gleichberechtigt mit der grafischen Benutzeroberfläche behandelt. So sind bei allen Beispielen auch die entsprechenden Befehlszeilen mit angegeben. Schon das Kapitel zur Installation fällt angenehm auf, weil Becker zahlreiche Details erwähnt, die über das schlichte Motto "Screenshot mit Erklärung" hinausgehen.
So wird Windows 7 und die Vergabe von Adminrechten ebenso besprochen wie die Installation unter Linux mittels erhöhter Privilegien (sudo). Auch wenn es an die Arbeit mit den virtuellen Maschinen geht, hat Becker einige Ideen parat, die ein Standardnutzer nicht unbedingt kennt – das Vergrößern und Verkleinern von virtuellen Partitionen per Boot-CD und Parted zum Beispiel. Hier könnten die Anleitungen jedoch ein wenig umfangreicher ausfallen, für ein Einsteigerbuch setzt der Autor auch stellenweise zu tiefe Linux-Kenntnisse voraus.
Das gilt auch für das Kapitel, in dem Migrationen zwischen unterschiedlichen Virtualisierungsplattformen und physikalischen Computern erläutert werden. Die Listen mit Stichpunkten mögen für einen Profi ausreichen, der wird das Buch aber ohnehin nicht benötigen. Sehr praktisch hingegen ist die Befehlsübersicht am Ende des Buchs, in der alle Tools mit Optionen kurz erklärt werden. Das qualifiziert "Virtual- Box" auch als Nachschlagewerk.
Fazit: "VirtualBox" ist ein gutes Einstiegswerk zur Virtualisierungsplattform von Sun. Entgegen der Ankündigung ist es nicht nur für Einsteiger brauchbar, auch ein Admin, der die Desktop-Virtualisierung ausreizen will, findet im Text viele wertvolle Hinweise. Abzüge gibt es nur, weil der Autor gerade bei den spannenden Kapiteln zur Migration und Integration zu kurz greift. (Elmar Török)
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