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Microsofts Virtualisierungsplattform Hyper-V hat bei ihrer Einführung hohe Wellen geschlagen, einige Marktbeobachter sahen schon das Ende von VMware und Xen. Mittlerweile koexistieren die Virtualisierungslösungen weitgehend friedlich. Hyper-V ist ein recht zugängliches Produkt, die meisten Admins kommen mit der Lösung ohne Zusatzkenntnisse klar, zumindest bei den ersten Tests. Wer das Produkt im produktiven Betrieb nutzen will, hat eher den Anspruch, alles richtig zu machen und Best-Practices zu folgen, wo es diese schon gibt.
Für diese Zielgruppe eignet sich "Hyper-V" von Dirk Larisch optimal. Es gibt ein eigenes Best Practice-Kapitel am Ende des Buchs mit fast 100 Seiten, in denen häufig vorkommende Probleme und Fragestellungen konkret gelöst werden. Dieser Abschnitt ist auch für sehr kenntnisreiche Admins empfehlenswert. Am Anfang war die Historie und davon weicht auch Dirk Larisch nicht ab. Immerhin 40 Seiten lang geht es um Virtualisierungsarten, die Vorgängerprodukte von Microsoft und Allgemeines zur Technologie. Dann startet der Autor endlich mit der Installation von Hyper-V, erfreulicherweise geht er sowohl auf die Rolle als auch auf die Variante Core und deren Unterschiede ein. Bei den Gastsystemen beschränkt sich das Buch leider auf Windows, Linux oder Unix kommt noch nicht mal in einer Fußnote vor.
Genauso Microsoft-zentrisch zeigt sich das nächste Kapitel mit den Migrationen. Beschrieben wird nur die Übernahme von virtuellen Maschinen von Virtual PC und Virtual Server, kein Wort zu VMware oder Xen. Das ist schade, viele Anwender hätten sicherlich gerne mehr darüber erfahren, ob und wie man eine VM des VirtualPlayers in Hyper-V integrieren kann. Weiter geht es mit der ausführlichen Beschreibung von Festplatten- und Netzwerksystem. Sinnvolle Diagramme und Screenshots lockern den Text immer wieder auf. Das hilft auch Anfängern beim Verständnis. Ein weiteres umfangreiches Kapitel trägt den etwas missverständlichen Namen "Optimierung und Tuning". Leistungssteigerung kommt zwar darin vor, Larisch gibt aber viel mehr Tipps und Anleitungen zu typischen Anwendungsfällen. So beschreibt er den Einsatz von Exchange in einem Gastsystem und das Klonen von VMs, und was dabei hinsichtlich MAC, IP-Adresse, SID et cetera zu beachten ist. Am Ende werden die Managementwerkzeuge im Schnelldurchlauf abgehandelt.
Fazit: Wer die wichtigsten Infos zu Hyper- V sucht, ist hier richtig. Die Beschreibungen sind umfassend und gut verständlich. Sehr schade ist, dass der Autor seinen Blickwinkel komplett auf Microsoft fokussiert. (Elmar Török)
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