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Der Funktionsumfang von vSphere 4 stellt selbst erfahrene VMware-Anwender vor neue Herausforderungen. Ein Kompendium kann dabei helfen, schnell die wichtigsten Änderungen gegenüber der Vorgängerversion und die spezifischen Vorteile der neuen Software zu erfassen. Das Buch "vSphere 4" will ein solches Kompendium sein und macht fast alles richtig – aber eben nur fast.
Es fehlt eine kurze und leicht zu überblickende Übersicht, was den Unterschied zu älteren Versionen der Virtualisierungskomponenten von VMware angeht. Das wäre wünschenswert, um erfahrenen Anwendern die Stellen aufzuzeigen, an denen sich am meisten getan hat. So bleibt nur der Weg durch die umfangreichen Kapitel. Denn natürlich hat das Autorenteam, das VMware-Veteran Dennis Zimmer um sich versammelt hat, alle wichtigen Informationen zusammengetragen, sie sind eben nur über die gut 1.000 Seiten im Buch verteilt. Der Aufbau folgt dem klassischen Muster mit Konzeptbeschreibung, einzelnen Bausteinen bis hin zur Installation von Host und Managementsoftware einschließlich Lizenzierung. Danach folgen zahlreiche dedizierte Kapitel, in denen jeweils ein Co- Autor auf Spezifika eines vSphere 4-Elements eingeht.
Dazu gehört die Konfiguration des vCenter Add-ons ebenso wie Best-Practices-Beschreibungen zahlreicher Hersteller, die Produkte für vSphere im Angebot haben. Der eher unübliche Weg, ein Autorenteam jeweils einzelne Kapitel schreiben zu lassen, anstelle dessen Wissen in das komplette Manuskript einfließen zu lassen, führt in einigen Kapiteln zu deutlich unterschiedlichen Stilen. Die Verständlichkeit leidet ein wenig darunter, zumindest im vorderen Teil des Buches. Nichtsdestotrotz sind die fachlichen Kenntnisse der Autoren über jeden Zweifel erhaben und das Buch ist als Gesamtwerk eine wahre Fundgrube an Wissen. Wie in den Büchern von Dennis Zimmer üblich, werden bei Konfigurationsbeschreibungen, wo möglich, neben der grafischen Variante auch Kommandozeile oder Skript angegeben.
Fazit: Für erfahrene VMware-Admins wäre eine Zusammenfassung mit Änderungen zur Vorgängerversion hilfreich gewesen. Trotzdem ist das Buch im Moment das Standardwerk zu vSphere 4. (Elmar Török)
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