Buchbesprechung: Webserver einrichten und administrieren


 
Autor:Klaus M. Rodewig
Verlag:Galileo Computing
Preis:39.9 Euro
ISBN:3836217082

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Die Inbetriebnahme und Wartung eines stabilen, performanten und sicheren Webservers ist alles andere als leicht. Und deshalb möchte der Autor hierzu seine langjährige Erfahrung aus dem Business- Umfeld weitergeben. Dabei schreitet Klaus M. Rodewig den Weg von der Wurzel zur Krone und lässt keinen Zweig aus. Beginnend mit der Begründung der Linux-Wahl (der Autor verwendet Ubuntu 10.4 LTS/Gentoo) und der Installation des Basissystems werden auch Fragen des Feintunings und der Dienste berücksichtigt (immerhin rund 130 Seiten von 490).

Im zweiten Abschnitt wird das Hauptaugenmerk auf die Installation von Apache gelegt, wobei die Vorgehensweise sehr gut nachvollziehbar dargestellt ist. Sowohl mod_rewrite wie auch SSL und PHP finden Platz für ausreichende Erläuterung, bevor die Konfiguration der Serverdienste, Datenbanken (mySQL, PostgreSQL), Tomcat und Jabber aufgezeigt wird. Alles Relevante für den laufenden Betrieb findet der Leser in den Folgekapiteln, begonnen mit Monitoring und der folgenden Optimierung. Der Autor zeigt die gängigen Verfahren wie SNMP, MRTG, Cacti, Nagios und die klassischen Statistiken auf.

Auch wenn 35 Seiten für Nagios sinnvoll verwendet wurden, kann die Literatur natürlich keinen allumfassenden Einblick in das Tool geben – für die zum Thema passenden Zwecke sind die Beschreibungen allerdings sehr hilfreich. Beim Thema Hochverfügbarkeit reißt der Autor sowohl Xen als auch Linux-Cluster an, wenngleich er die derzeitigen Probleme der Virtualisierung mit Xen nicht verschweigt. Landscape für die webbasierende Administration von Serverlandschaften und das funktionierende Patch-Management bilden den Abschluss der Ausführungen.

Fazit: Egal, ob der Leser technisch begeisterter Anwender oder IT-Administrator im Webserver-Bereich ist: Die Inhalte dieses Buches halten die Versprechungen auf dem Klappentext ein – von der Installation über die Implementierung wichtiger Serverdienste bis hin zur Absicherung und Hochverfügbarkeit. Am Aufbau, der sauberen Darstellung und dem hohen Praxisbezug gibt es nichts auszusetzen. Minimales Manko: Ubuntu/Gentoo als Referenz-Distribution. Debian oder ein BSD-Derivat wären hier eher wünschenswert, wenngleich die distributionsspezifischen Unterschiede minimal sind. (Frank Große)