Argus
Dem Riesen Argus war es gemäß der griechischen Sage bestimmt, Io, die Geliebte des Zeus, zu bewachen. So wollte die Ehefrau von Zeus, Hera, verhindern, dass ihr Göttergatte einen Seitensprung begeht. Der Riese Argus hatte hunderte von Augen am Körper, und sogar wenn er schlief, war ein Teil der Augen immer geöffnet und beobachtete Io. Der gleichnamigen Linux-Software "Argus" geht es weniger um die Verhinderung eines Schäferstündchens, sondern eher um die kontinuierliche Überwachung eines Servers und dessen Diensten. Das Open Source-Tool erlaubt dabei die Überwachung einer Vielzahl von Parametern, die sich per Browser über ein Webinterface kontrollieren lassen. Mit dem Werkzeug ist es dem Nutzer beispielsweise möglich, Ping-Befehle zu versenden, TCP/UDP-Ports sowie auf diesen Ports aufsetzende Protokolle wie HTTP, SMTP oder RADIUS zu überwachen. Um die Funktionsfähigkeit von Programmen zu prüfen, lassen sich deren Output- oder Exit-Codes kontrollieren. Auch das Wirken einer Webanwendung sowie die Ergebnisse von SQL-Queries können mit dem Monitoring-Tool im Auge behalten werden. Argus unterstützt IPv4, IPv6 und SNMPv3. Über die Weboberfläche zeigt die Software zur besseren Erkennbarkeit überwachte Prozesse je nach Status in grün oder rot an. Bei einer Alarmmeldung informiert das Tool per E-Mail und schickt eine Erinnerung, wenn das Problem nach einer frei definierten Zeitspanne nicht behoben wurde. Das kostenlose Programm unterliegt keinen qualitativen und quantitativen Beschränkungen und ist auch im kommerziellen Umfeld einsetzbar. |