Erhöhtes Sicherheitsrisiko durch BYOD in Unternehmen
Anfang des Jahres befragte Deloitte im Rahmen einer weltweiten Studie 140 Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Medien und Telekommunikation zum Thema IT-Sicherheit. Die Untersuchung ergab, dass Unternehmen noch zu wenig in die Informationssicherheit investieren. Und das, obwohl die Risiken im Bereich der IT-Sicherheit steigen und weltweit immer mehr Hackerangriffe und Datendiebstähle oder -missbräuche zu beobachten sind. Schließlich kann der Datenverlust ein Unternehmen teuer zu stehen kommen und im schlimmsten Fall sogar seine Reputation kosten.
Mit der Nutzung privater Endgeräte wie iPhones, Blackberrys und Android-Smartphones für den Zugriff auf geschäftliche Daten steigt das Sicherheitsrisiko für Unternehmensdaten. Denn viele der mobilen Endgeräte sind nicht genügend gegen Zugriffe von außen gesichert. Private Endgeräte werden im Gegensatz zu Firmen-Laptops, die in der Regel zum Beispiel vom unternehmensinternen ITSM-Team regelmäßig auf Malware geprüft werden, nur unregelmäßig gewartet. Somit steigt das Risiko für Sicherheitslücken und Unbefugte erhalten leichter Zugriff auf sensible Unternehmensdaten. Daher sollten die Mitarbeiter eines Unternehmens Maßnahmen ergreifen, um ihre Endgeräte angemessen zu schützen und so die Sicherheit der Informationen gewährleisten zu können.
Eine Möglichkeit, Daten auch während des BYOD-Betriebes vor Angriffen von außen abzuschirmen, ist zum Beispiel der Einsatz gehärteter Browser. Eine weitere Rolle können spezielle Virtualisierungstechniken spielen, die das mobile Endgerät in zwei verschiedene Terminals aufteilen. Dafür sollte jedes der mobilen Endgeräte im Netz bekannt sein und eine zu identifizierende Kennung besitzen. So kann das Unternehmen zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen, welche Geräte auf sein Netzwerk zugreifen.
Sichere Authentifizierung mit dem Trusted Platform Module
Authentifizierungsstrategien, die nur einen Benutzernamen und ein Passwort erfordern, bieten deutlich zu wenig Schutz. Sie sind abhängig vom jeweiligen Nutzer und somit auch von der Fehler- und Betrugsanfälligkeit des Menschen. Zwei-Faktor-Authentifizierungsstrategien mit Smartcard oder einem anderen Hardware-Token und einem Passwort erhöhen die Sicherheit um ein Vielfaches. Aber auch sie bieten keine hundertprozentige Sicherheit und können ausspioniert werden. Der Angriff auf das mit SecurID-Tokens von RSA ausgestattete Netzwerk des US-amerikanischen Wehrtechnik-Herstellers Lockheed Martin im vergangenen Jahr hat dies gezeigt.
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