FazitInsgesamt hinterlässt die aus drei Modulen bestehende File Management Suite in dem vorliegenden Versionsstand einen etwas durchwachsenen Eindruck. Novell File Reporter gefällt durch eine gute Bedienbarkeit und sinnvolle Filter- sowie Analysekriterien. Sehr interessant sind unserer Meinung nach vor allem die Möglichkeiten, aggregierte Reporte zu erzeugen und mehrfach vorhandene Dateien aufzufinden.
Auch das Modul Dynamic File Services erwies sich als robust und erscheint uns vor allem bei großen Datenmengen als sinnvoll, um den Bestand nach Relevanz oder anderen Kriterien auf unterschiedliche Plattenpools zu speichern. Kosten dürften sich vor allem dann reduzieren lassen, wenn mit deutlich unterschiedlich teurem Speicher gearbeitet wird. Beim Kernmodul Novell Storage Manager ist der Funktionsumfang in der von uns getesteten Variante für Active Directory aus unserer Sicht noch etwas mager. Allein mit einer Verwaltung der Home-Verzeichnisse verfügt das Modul nur über einen vergleichsweise begrenzten Einsatzbereich. Vor allem steht der Administrator vor der Herausforderung, sich für die Verwaltung der übrigen Speicherbereiche, die in vielen Unternehmen meist noch weitaus umfangreicher sind, ein anderes Werkzeug anschaffen zu müssen.
Außerdem vermissen wir ein integriertes Quota-Management, welches normalerweise die beste Handhabe ist, um Home- Verzeichnisse zu begrenzen, ohne die Anwender übermäßig zu kontrollieren. Das für den Sommer angekündigte "Pinehurst"- Release soll diese Funktionen als Neuerungen mitbringen. Wer nicht auf Novells eDirectory, sondern auf Microsofts AD setzt, sollte unserer Meinung nach bei generellem Interesse die Suite erst inklusive dieser kommenden Erweiterungen unter die Lupe nehmen.
Den kompletten Test der Software finden Sie in Ausgabe 07/2010 ab Seite 18.



