Hier setzt vFoglight Pro 6.0 an und bietet eine übergreifende Leistungs- und Zustandsüberwachung auch über mehrere vCenter hinweg. Durch einen Blick auf die Dienste in einer VM ist es möglich, den Grund und die Auswirkungen auf den Ressourcenverbrauch schneller zu erkennen. Außerdem hilft es bei der Erkennung wenig genutzter Ressourcen; drohende Engpässe werden durch Trendanalysen früher sichtbar. Weiterhin erlaubt die Software eine Kapazitätsplanung für Erweiterungen sowie geplante Migrationen und macht die Kosten transparent.
FazitIm Test präsentierte sich vFoglight Pro 6.0 als überaus mächtiges und umfassendes Management- und Überwachungstool für virtuelle Umgebungen, bei dem der Mehrwert mit wachsender Größe der Umgebung ebenfalls zunimmt. Sinnvoll ist ein Einsatz beim Betrieb ab etwa zehn ESX-Servern in einem Virtual Center und mehr als hundert virtuellen Maschinen bis hin zu sehr großen Netzwerken mit mehreren vCenter- Installationen, Hunderten von Hosts und Tausenden von virtuellen Maschinen. Das Programm überwacht alle denkbaren Dienste, liefert eine fast schon erschlagende Vielzahl an Performancewerten mit Überwachung von Schwellwerten, wertet die Verfügbarkeit als Nachweis für Service Level Agreements aus, erlaubt eine Kapazitätsplanung und ermöglicht die Erstellung von Reports für eine Nutzungsabrechnung. Durch eine breite Betriebssystemunterstützung sowohl beim Management- Server als auch bei den Agenten ist vFoglight nicht nur für die Windows-Welt geeignet, sondern auch für heterogene Umgebungen.
Ein Administrator sollte allerdings wissen, dass auf ihn gerade am Anfang umfassende Konfigurationsarbeiten zukommen, um zum einen alle benötigten Informationen abzufragen und die ganze Oberfläche auf die eigenen Belange anzupassen. Zum anderen müssen die gelieferten Datenmengen für einzelne Anwendergruppen sinnvoll beschränkt werden. Dies erfordert, dass sich jemand eingehend mit vFoglight beschäftigt sowie am besten diverse Schulungen belegt, um die Lernkurve zu beschleunigen und die Wichtigkeit der diversen Funktionen schneller abschätzen zu können. Immerhin hat die Software ihren Ursprung in dem Enterprise-Produkt Foglight von Quest und ist entsprechend komplex, so dass sich gerade die Einführung schnell eine Zeit lang als Vollzeitjob entpuppen kann.
Erfreulich umfangreich und übersichtlich ist die Dokumentation, die Gesamtkomplexität aber macht es schwierig, sich nur durch deren Studium einzuarbeiten. Auch für uns war es unmöglich, im Test alle möglichen Funktionen einzurichten und anzuschauen, dazu erwies sich das Werkzeug als zu mächtig. Wer allerdings die Hürden der Einarbeitung und Konfiguration am Anfang überwunden hat, wird später auf vFoglight nicht mehr verzichten wollen.
Den kompletten Test der Software finden Sie in Ausgabe 08/2010 ab Seite 10.



