Für jede Branche und jedes kundenspezifische Einsatzszenario entwickeln die Ingenieure von LEWA spezifische Systeme, die im Leonberger Werk gebaut, montiert und in aufwändigen verfahrenstechnischen Vorversuchen getestet werden. Erst nach einer vollständig fehlerfrei abgeschlossenen Testreihe wird die Anlage ausgeliefert und vor Ort in Betrieb genommen. Kundennähe spielt für das international ausgerichtete Geschäft von LEWA eine wichtige Rolle: Zum Unternehmen gehören daher heute 17 Tochtergesellschaften, weitere Joint Ventures und eine Vielzahl autorisierter Vertretungen in allen wichtigen Ländern der Welt.
Herausforderung: Management von CAD-Arbeitsplätzen in Niederlassungen
"Unsere größeren Tochterunternehmen verfügen über eigene Engineering Center, um Kundenanfragen individuell auf ihre technische Macharbeit zu prüfen und regionale Anpassungen vorzunehmen", erklärt Claus-Michael Maier, Systemadministrator bei LEWA. "Aus IT-Sicht stellten die Entwicklerarbeitsplätze in den internationalen Niederlassungen jedoch bisher Insellösungen dar: Jedes Tochterunternehmen benötigte für CAD-Anwendungen eine Anzahl leistungsfähiger Workstations, die lokal gemanagt werden mussten. Auch die Datenhaltung und Datensicherung erfolgten dezentral. Strategisches Ziel des Unternehmens war aber, dass alle Ingenieure auf eine gemeinsame Engineering-Datenbank zugreifen, um einheitliche Prozesse und schnellen Wissenstransfer sicherzustellen." Die IT-Abteilung suchte daher nach einem Weg, die benötigten CAD-Werkzeuge über das Rechenzentrum in Leonberg für die internationalen Standorte bereitzustellen – und damit auch an jedem Ort Zugang zum zentralen Produktdaten-Management-System PRO.FILE zu ermöglichen.

Bild 1: Hochdruck-Membranpumpen von LEWA: Für jede Branche und jedes kundenspezifische Einsatzszenario entwickeln die Ingenieure des Unternehmens spezifische Systeme.
Für das zentrale Hosting von Business-Applikationen hatte LEWA bereits kurz zuvor eine effiziente Lösung implementiert: Microsoft Office, SAP GUI und andere Standard-Anwendungen werden den Mitarbeitern seit Ende 2008 weltweit über eine zentrale Citrix XenApp-Serverfarm zur Verfügung gestellt. Für den sicheren Web-Zugang setzt die IT-Abteilung zusätzlich die SSL-VPN-Lösung Citrix Access Gateway ein: So können mobile Anwender – beispielsweise während eines Vor-Ort-Termins beim Kunden – via Notebook sicher auf ihre Geschäftsapplikationen zugreifen.
"Unsere erste Idee war natürlich, auch die CAD-Anwendungen über diese zentrale XenApp-Serverfarm zu betreiben", sagt Maier. "Allerdings stellte sich heraus, dass die bei LEWA genutzte Software Solid Edge nicht durchgängig Multiuser-fähig ist. Das war für uns der Grund, uns näher mit dem Thema Desktop-Virtualisierung zu befassen." Bei diesem Ansatz wird der gesamte Benutzerdesktop vom Endgerät abgekoppelt und dem Anwender als virtuelle Maschine über das Rechenzentrum bereitgestellt. Anwendungen können auf diesem virtuellen Desktop wie auf einem Client-PC installiert werden, wenn die Applikationen nicht für einen Terminal-Server-Betrieb geeignet sind. So lassen sich beliebige Applikationen zentral zugänglich machen – und die IT-Abteilung erhält gleichzeitig volle Kontrolle über die Sicherheit der Desktops und der vertraulichen Unternehmensdaten.
Performance und Administrierbarkeit als Schlüsselkriterien
Gemeinsam mit ihrem IT-Partner levigo systems evaluierten die IT-Verantwortlichen von LEWA unterschiedliche Lösungsvarianten und entschieden sich dann relativ schnell, eine Testinstallation mit Citrix XenDesktop durchzuführen: "Ausschlaggebend waren für uns zum einen die Multimedia-Fähigkeiten der Lösung: Mit den integrierten HDX-Technologien ermöglicht XenDesktop auch im WAN performanten Zugriff auf grafikintensive Anwendungen", sagt Maier. "Zum anderen wollten wir den Administrationsaufwand möglichst gering halten – auch dies sprach für XenDesktop, da die Lösung im Vergleich zu anderen Produkten einen sehr hohen Integrationsgrad der unterschiedlichen Komponenten bietet."
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