ADSL2


Asymmetric Digital Subscriber Line 2

ADSL2 ist die von der ITU (G.992.3, G.992.4, G.992.5) standardisierte Weiterentwicklung der ADSL-Technik. ADSL2 besitzt Stromsparfunktionen, die durch einen geringeren Energieverbrauch eine höhere Packungsdichte der DSLAMs in den Vermittlungsstellen ermöglichen. Außerdem kann ADSL2 besser mit sich ändernden Störungen umgehen. Während ADSL immer mit voller Kraft oder gar nicht übertragt, kann ADSL2 per Seamless Rate Adaption die Modulation vom Framing trennen und so bei Störungen die Übertragungsgeschwindigkeit senken ohne die Synchronisation zu verlieren. Durch zahlreiche Verbesserungen (Verringerung des Verwaltungsaufwandes, Verwendung von 1-Bit-Codierung auf stark gestörten Trägern, Verringerung der Störabstrahlung durch Power-Cutback) erlaubt ADSL2 gegenüber ADSL im Fernbereich eine um 50 kBit/s höhere Übertragungsgeschwindigkeit oder bei gleicher Datenrate 200 m mehr Reichweite. Über die Erweiterung READSL2, die allerdings nur für ADSL over POTS definiert ist und in Deutschland nicht eingesetzt wird, kann sogar eine Reichweitenerhöhung von 900 m erreicht werden. Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, durch eine Verminderung der Fehlerkorrektur im störungsarmen Nahbereich die Datenübertragungsrate auf bis zu 12 MBit/s im Downstream zu steigern. Außerdem können ADSL2-Leitungen durch Bonding gebündelt werden, um höheren Protokollschichten eine höhere Bandbreite zur Verfügung zu stellen.

Das auf ADSL2 beruhend ADSL2+ verbessert die Fähigkeiten der ADSL-Technik weiter.

0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|alle

Suche im Lexikon nach im

 

Fachartikel

Anwenderbericht: Storage-Management im Kreativsektor [18.10.2017]

Hogarth Worldwide ist eine auf Marketingimplementierung spezialisierte Agentur mit Niederlassungen an über 20 Standorten. Allein in den Londoner Büros wird Videomaterial in einer Größe von rund 1,5 PByte gespeichert. Dieses Volumen soll durch höhere Auflösungen und Frame-Raten in Zukunft noch weiter ansteigen. Unser Anwenderbericht zeigt, wie sich die deutlich gestiegene Komplexität beim Storage-Management nicht zuletzt durch die getrennte Skalierung von Performance und Kapazität meistern ließ. [mehr]

Grundlagen

Browser-Isolation mit Adaptive-Clientless-Rendering [27.06.2017]

Web-Browser gehören heute zu den wichtigsten Anwendungen in Unternehmen - damit allerdings auch zu den bedeutendsten Schwachstellen für Angriffe. Das simple Laden einer bösartigen Web-Site reicht aus, um das Endgerät des Nutzers zu kompromittieren und kann zur Installation von Malware, Datendiebstahl oder der Penetration von Firmennetzen führen. Neue Isolationstechniken versprechen Abhilfe. Dieser Grundlagen-Artikel erläutert, wie die Browser-Isolation mit Adaptive-Clientless-Rendering funktioniert. [mehr]