Application-Server


Der Begriff Application-Server ist mehr eine Marketingbezeichnung (Buzzword) als ein einheitliches technisches Konzept. In der Regel wird darunter eine Server-Softwareumgebung verstanden, die zumindest ein Subset der folgenden Punkte abdeckt:
  • es ist ein Anschluss an einen Webserver über CGI, NSAPI oder ISAPI vorhanden,
  • es wird eine Vielzahl an modernen Kommunikationsmöglichkeiten (HTTP, CORBA, RMI, Enterprise Java Beans, DCOM, ...) sowohl in Richtung Client als auch in Richtung Backend beherrscht,
  • es können Datenbanken angesprochen werden (über JDBC, ODBC oder native Treiber),
  • es sind Transaktionssysteme einbindbar (CICS, OTM, ...),
  • es werden verschiedene Präsentationsarten in den Clients unterstützt (HTML, DHTML, XML, Java-Applets, ActiveX, Fat-Clients, ...),
  • es gibt eine Modularisationskonzept für Serverbestandteile,
  • es gibt Konzepte für eine Modularisierung der Serverbestandteile (Enterprise JavaBeans, CORBA, Servlets, ...),
  • es werden Security-, Naming-, Logging- und andere betriebsrelevante Teilsysteme bereitgestellt oder angebunden,
  • es existieren Möglichkeiten, den Server in redundanten und lastverteilenden Konfigurationen zu betreiben, um Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit zu gewährleisten,
  • es wird eine integrierte Entwicklung der Bestandteile unterstützt.

Es existiert eine Vielzahl solcher Systeme, die je nach Herkunft (Web-Enabler für Datenbanken, Transaktionssystem oder verteilte Objektkommunikation) in verschiedenen Teilgebieten ihre Stärken und Schwächen haben. Für die nächsten Jahre wird eine Konzentration des Anbietermarktes auf wenige "global player" erwartet.

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Fachartikel

Anwenderbericht: Datensicherheit an verteilten Standorten [19.11.2014]

Eine effiziente und sichere Datensicherungsstrategie in einem Unternehmen mit mehreren Standorten zeigt die Fallstudie des Unternehmens Krannich Solar aus der Energiebranche auf. Hier wurde an fünf Standorten die Storage-Lösung eines Herstellers installiert, die per Snapshots Backups im Stundentakt durchführt und über eine integrierte Replikations-Funktion die Daten zentralisiert im Rechenzentrum der Hauptzentrale sichert. Das Unternehmen ist damit vor Datenverlusten jeglicher Art geschützt. Lesen Sie mehr zu den Details dieses Modells. [mehr]

Grundlagen

Cluster [21.11.2014]

Als Cluster bezeichnen wir im Folgenden einen Verbund von vernetzten Rechnern, die nach außen hin als ein einziger Rechner erscheinen. Die in einem Cluster befindlichen Computer werden auch Knoten (Nodes) genannt. Eine alternative Bezeichnung für die Summe dieser Knoten lautet Serverfarm. Eine derartige Zusammenschaltung von Rechnern verfolgt in der Regel eines der folgenden drei Ziele: Hochverfügbarkeit (HA), High Performance Computing (HPC) oder Load Balancing (LB), wobei die Grenzen zwischen den beiden letztgenannten Varianten eher fließend sind. [mehr]