Application-Server


Der Begriff Application-Server ist mehr eine Marketingbezeichnung (Buzzword) als ein einheitliches technisches Konzept. In der Regel wird darunter eine Server-Softwareumgebung verstanden, die zumindest ein Subset der folgenden Punkte abdeckt:
  • es ist ein Anschluss an einen Webserver über CGI, NSAPI oder ISAPI vorhanden,
  • es wird eine Vielzahl an modernen Kommunikationsmöglichkeiten (HTTP, CORBA, RMI, Enterprise Java Beans, DCOM, ...) sowohl in Richtung Client als auch in Richtung Backend beherrscht,
  • es können Datenbanken angesprochen werden (über JDBC, ODBC oder native Treiber),
  • es sind Transaktionssysteme einbindbar (CICS, OTM, ...),
  • es werden verschiedene Präsentationsarten in den Clients unterstützt (HTML, DHTML, XML, Java-Applets, ActiveX, Fat-Clients, ...),
  • es gibt eine Modularisationskonzept für Serverbestandteile,
  • es gibt Konzepte für eine Modularisierung der Serverbestandteile (Enterprise JavaBeans, CORBA, Servlets, ...),
  • es werden Security-, Naming-, Logging- und andere betriebsrelevante Teilsysteme bereitgestellt oder angebunden,
  • es existieren Möglichkeiten, den Server in redundanten und lastverteilenden Konfigurationen zu betreiben, um Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit zu gewährleisten,
  • es wird eine integrierte Entwicklung der Bestandteile unterstützt.

Es existiert eine Vielzahl solcher Systeme, die je nach Herkunft (Web-Enabler für Datenbanken, Transaktionssystem oder verteilte Objektkommunikation) in verschiedenen Teilgebieten ihre Stärken und Schwächen haben. Für die nächsten Jahre wird eine Konzentration des Anbietermarktes auf wenige "global player" erwartet.

0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|alle

Suche im Lexikon nach im

 

Fachartikel

Im Test: SEP sesam 4.4 [25.05.2015]

Die Datensicherungssoftware SEP sesam ist bekannt für ein breites Clientportfolio zum Backup von verschiedensten Betriebssystemen sowie diversen Datenbanken und Groupware-Lösungen. Zu verdanken ist dies einer jahrelangen Marktpräsenz bei immer wieder wechselnden Anforderungen. Dass es dabei gar nicht so einfach ist, neue Funktionen stets nahtlos zu integrieren und umfassend zu dokumentieren, zeigte sich im IT-Administrator-Labor. [mehr]

Grundlagen

Software-defined Networking [5.05.2015]

Der Informationsfluss im Netzwerk ist die Lebensader eines Unternehmens. Die Informationen müssen ungestört fließen und gleichzeitig kontrolliert und überwacht werden, um die Sicherheit und Integrität zu gewährleisten. Dabei haben sich die Anwendungen deutlich weiterentwickelt – von E-Mail, Drucken und Datei-Übertragungen hin zu zeitkritischen Video- und Audio-Übertragungen seit in Unternehmen IP-Netze die zentrale Rolle eingenommen haben. [mehr]