ATM-Dienstklasse


Innerhalb von ATM sind auf der Zellebene Dienstgüten (QOS) definiert. Beim Verbindungsaufbau vereinbart das Endsystem mit dem Dienstanbieter unter anderem die Dienstklasse und Bandbreite. Diesen Vorgang nennt man Signalisierung. Er wird durch die CAC vorgenommen.

Für unterschiedliche Gruppen von Anwendungen wurden daher unterschiedliche Dienstklassen definiert.

Dienstklasse A



Die Klasse A umfasst einen isochronen, verbindungsorientierten Dienst mit konstanter Bitrate (QOS: CBR). Als Anpassungsschicht wird AAL 1 verwendet. Die Dienstklasse A dient primär der Sprachübermittlung.

Dienstklasse B



Die Klasse B umfasst einen isochronen, verbindungsorientierten Dienst mit einer variablen Bitrate, die in Echtzeit übermittelt werden muss (QOS: rt-VBR). Als Anpassungsschicht wird AAL 2 verwendet. Die Dienstklasse B dient primär der Videoübertragung.

Dienstklasse C



Die Klasse C umfasst einen nicht isochronen, verbindungslosen Dienst mit einer variablen Bitrate, die nicht in Echtzeit übermittelt werden muss (QOS: nrt-VBR). Als Anpassungsschicht können AAL 3/4 oder 5 verwendet werden. Die Dienstklasse C dient LAN-Protokollen.

Dienstklasse D



Die Klasse D ist prinzipiell wie Klasse C, nur wird keine feste Bitrate vereinbart. Wird als QOS UBR benutzt, so wird sich immer um die beste Auslastung der zur Verfügung stehenden Bandbreite bemüht (best effort). Bei ABR fordert das Endsystem gar keine Bandbreite an, sondern das Netz teilt dem Endsystem mit, wie viel Bandbreite zur Verfügung steht.

0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|alle

Suche im Lexikon nach im

 

Fachartikel

Jobmotor Cloud: Die neuen IT-Berufe [15.05.2013]

Cloud Computing etabliert sich als weit verbreitetes Modell und will zur effizienten Nutzung der IT beitragen. Dabei krempelt die Cloud die Informationstechnologie auch am Jobmarkt um. Welche Qualifikationen gefragt sind, wenn sich Fachkräfte beruflich in die Cloud verlagern wollen, beschäftigt viele IT-Spezialisten. Unser Fachbeitrag gibt sich positiv und erklärt, warum die Aussichten anders als im Wetterbericht oft heiter sind – trotz oder vielmehr wegen aufkommender Wolken in der IT-Landschaft. [mehr]

Grundlagen

Remote-Protokolle [29.11.2012]

In unserer Grundlagen-Rubrik erklären wir wichtige Aufgaben und Technologien aus dem Arbeitsalltag eines Netzwerk- und Systemadministrators. Hier erfahren Sie anhand prägnanter Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen des jeweiligen Themenfeldes Hintergründe und Zusammenhänge in kompakter, praxisnaher Form.

Die Gruppe der sogenannten "Remote-Protokolle" stellen eine Familie von Übertragungsprotokollen im Netzwerk dar, die den Zugriff auf entfernte Inhalte ermöglichen. Zur Anwendung kommen diese Protokolle vor allem im IT-Support/Helpdesk, in Terminalserver- und Virtual Desktop-Infrastrukturen. [mehr]