ATM-Dienstklasse


Innerhalb von ATM sind auf der Zellebene Dienstgüten (QOS) definiert. Beim Verbindungsaufbau vereinbart das Endsystem mit dem Dienstanbieter unter anderem die Dienstklasse und Bandbreite. Diesen Vorgang nennt man Signalisierung. Er wird durch die CAC vorgenommen.

Für unterschiedliche Gruppen von Anwendungen wurden daher unterschiedliche Dienstklassen definiert.

Dienstklasse A



Die Klasse A umfasst einen isochronen, verbindungsorientierten Dienst mit konstanter Bitrate (QOS: CBR). Als Anpassungsschicht wird AAL 1 verwendet. Die Dienstklasse A dient primär der Sprachübermittlung.

Dienstklasse B



Die Klasse B umfasst einen isochronen, verbindungsorientierten Dienst mit einer variablen Bitrate, die in Echtzeit übermittelt werden muss (QOS: rt-VBR). Als Anpassungsschicht wird AAL 2 verwendet. Die Dienstklasse B dient primär der Videoübertragung.

Dienstklasse C



Die Klasse C umfasst einen nicht isochronen, verbindungslosen Dienst mit einer variablen Bitrate, die nicht in Echtzeit übermittelt werden muss (QOS: nrt-VBR). Als Anpassungsschicht können AAL 3/4 oder 5 verwendet werden. Die Dienstklasse C dient LAN-Protokollen.

Dienstklasse D



Die Klasse D ist prinzipiell wie Klasse C, nur wird keine feste Bitrate vereinbart. Wird als QOS UBR benutzt, so wird sich immer um die beste Auslastung der zur Verfügung stehenden Bandbreite bemüht (best effort). Bei ABR fordert das Endsystem gar keine Bandbreite an, sondern das Netz teilt dem Endsystem mit, wie viel Bandbreite zur Verfügung steht.

0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|alle

Suche im Lexikon nach im

 

Fachartikel

Anwenderbericht: Videokonferenz-Systeme mit Interoperabilität [10.02.2016]

Das Thema Videokonferenzen beschäftigte die IT-Abteilung der Zehnder Group schon seit langem. Angesichts einer Vielzahl von wichtigen Besprechungen in der Schweizer Zentrale war die firmeneigene Fahrzeugflotte stets ausgebucht und die Reisekosten stiegen stark an. Zunächst kam eine Webconferencing-Lösung zum Einsatz – allerdings ohne optimale Ergebnisse zu erzielen. Dieser Anwenderbericht beschreibt, wie die Schritte des Unternehmens hin zu einer qualitativ hochwertigen Videokommunikation aussahen. [mehr]

Grundlagen

Netzwerkanalyse mit SPANs und TAPs [8.02.2016]

Ein klassischer Protokoll-Analysator wie etwa Wireshark arbeitet als Software auf einem PC und ermittelt im Netzwerk relevante Probleme, Fehler und Ereignisse. Darüber hinaus tragen diese Werkzeuge zur Ermittlung der Ursachen einer schlechten Netzwerk-Performance bei, indem sie die individuellen Protokollinformationen und die zugehörigen Netzaktivitäten darstellen. Hierfür müssen die Daten in den Netzwerken erfasst werden. Dank SPANs und TAPs kein Problem. [mehr]