PPP
Point to Point Protocol
PPP ist ein Protokoll zur LAN-Kopplung über WANs. Es besteht aus einer ganzen Reihe von Einzelspezifikationen (RFCs), die es in seinen unterschiedlichen Ausprägungen definieren. PPP wird für die Koppelung zwischen Routern, zwischen Bridges und für die Workstation-Host-Koppelung eingesetzt. In letzter Zeit gewinnt es verstärkt an Bedeutung, da über PPP viele Provider Internet-Zugänge für private und kommerzielle Nutzer bereitstellen. Die Nutzer wählen sich im Host des Providers über das Telefonnetz ein und benutzen dabei PPP oder SLIP als Transportprotokoll. PPP unterstützt Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 2 MBit/s und arbeitet auf dem Data Link Layer mit einem HDLC-Framing. Während mit SLIP nur IP-Verbindungen über serielle Leitungen hergestellt werden können, ist PPP unabhängig von der Übertragungsstrecke und den Transportprotokollen definiert worden. Es kann also sowohl mit Modem-Verbindungen oder ISDN und TCP/IP oder IPX verwendet werden.
PPP umfasst:
1. Eine Methode, um Multiprotokoll-Pakete für den Versand auf einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung in ein einheitliches Format zu kapseln (Encapsulation).
2. Das Link Control Protocol, mit dem auf Layer 2 eine Verbindung aufgebaut, konfiguriert, getestet und abgebaut wird.
Der Mechanismus ist dabei so flexibel, dass dafür weitere Teilprotokolle definiert werden können.
Diese können weitere Parameter beim Verbindungsaufbau aushandeln oder Authentifizierungsmechanismen implementieren (z.B. MP, CHAP, PAP).
3. Eine Familie von Network Control Protocols, mit denen verschiedene Protokolle der Netzwerkschicht eine Kommunikation realisieren können.
Die große Anzahl von RFCs, die mit PPP in Verbindung stehen, zeigen die große Bedeutung, die PPP heute hat.
Z.B. RFC: 1331-34, 1377-78, 1552, 1570, 1598, 1618-19, 1638, 1661-63, 1717, 1762-64, 1841, 1877.
Siehe auch:
ATCP
BACP
BAP
BCP
BVCP
CHAP
CPPP
DESE
DNCP
ECP
IPCP
IPXCP
LCP
MP
MPP
NCP
OSINLCP
PAP
PPPoA
PPPoE
PPPoS
PPTP
SLIP
UUCP
XNSCP
Fachartikel
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Grundlagen
Desktop-Virtualisierung [25.04.2012]
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