Routing-Verfahren


Man unterscheidet zwei Verfahrensweisen im Routing:

statisches Routing



Beim statischen Routing werden die Routen in den Routern fest eingestellt. Zwischen zwei Endstationen nehmen Datenpakete daher immer den selben Weg. Damit kann nicht automatisch auf Überlastungen oder Ausfälle von Routen reagiert werden. Die Router benötigen keine Routing-Protokolle. Bei großen Netzen bedeutet das einen hohen administrativen Aufwand. Alle Veränderung an der Netzstruktur müssen per Hand in den Routern bekannt gegeben werden.

dynamisch adaptives Routing



Beim dynamischen Routing bilden die Router Metriken, die durch Routing-Algorithmen errechnet werden. Außerdem benutzen sie Routing-Protokolle, um die so gewonnenen Weg- und Wichtungsinformationen auszutauschen und in Routing-Tabellen abzulegen. Auf diese Weise wird erreicht, dass sich die Wegwahl automatisch an die aktuelle Situation im Netz anpasst. Ausgefallene oder neu hinzugekommene Verbindungen werden dynamisch berücksichtigt. Es werden alle Eigenschaften (Hopcount, Bandbreite, Übertragungsverzögerung usw.) des Netzes berücksichtigt, die als Metrik mit einbezogen werden.

Da die Router alle Änderungen in der Netztopologie selbständig propagieren, ist der Verwaltungsaufwand geringer. Je nach verwendetem Routing-Algorithmus unterscheiden sich die einzelnen Routing-Protokolle aber stark in der Fähigkeit, Metrikänderungen wirklich in Änderungen der Wegwahl umzusetzen. Die so genannte Konvergenz ist daher eine kritische Größe bei großen Netzen mit dynamischem Routing.

Siehe auch:
HSRP
Label Switching

0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|alle

Suche im Lexikon nach im

 

Fachartikel

Anwenderbericht: 1.500 gleichzeitige WLAN-Verbindungen [16.04.2014]

Bis in die späten 1960er Jahre war die Jahrhunderthalle in Bochum Gaskraftzentrale für Bochumer Stahlwerke. 2003 wurde sie in ein Kulturareal umgebaut und als Hauptspielort der Ruhrtriennale eröffnet und bietet darüber hinaus den Rahmen für ein breites Veranstaltungsspektrum. Durch die Installation von Wireless-Arrays können Veranstalter auf eine leistungsstarke WLAN-Infrastruktur zurückgreifen, Besucher in Echtzeit Informationen zu Kunstwerken, Künstlern und dem Veranstaltungsort abrufen. Unser Anwenderbericht schildert die technischen Details. [mehr]

Grundlagen

Patchmanagement [17.09.2013]

In unserer Grundlagen-Rubrik erklären wir wichtige Aufgaben und Technologien aus dem Arbeitsalltag eines Netzwerk- und Systemadministrators. Hier erfahren Sie anhand prägnanter Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen des jeweiligen Themenfeldes Hintergründe und Zusammenhänge in kompakter, praxisnaher Form.

Ein unzureichend gepatchter Client-PC ist ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko für das Unternehmen. Daher streben IT-Abteilungen nach der automatischen Aktualisierung ihrer Rechner. Die Einführung, Inbetriebnahme und Nutzung einer professionellen Software-Verteilungsumgebung ist kein einfaches Unterfangen. Doch einmal aufgesetzt kann sie helfen, eine Fülle von Standardaufgaben zu automatisieren. [mehr]