Editorial: Licht ins Dunkel

Editorial

Der Herbst ist endgültig dem Winter gewichen, Weihnachtsdekoration säumt die Straßen und demnächst bevölkern die ersten Osterhasen die Geschäfte – kurzum, das Jahresende steht vor der Tür und wir stecken mitten in der dunklen Jahreszeit. Die lauen Sommerabende sind nur noch eine vage Erinnerung, ihre Wiederkehr scheint in weiter Ferne. Glücklicherweise wendet sich das Blatt am 21. Dezember um 17:28 Uhr zur Wintersonnwende. Danach werden die Tage wieder länger und das Licht kehrt zurück in unseren Alltag. Ein wenig heller scheint es endlich auch in Sachen "Internet of Things" zu werden, wo derzeit noch tiefe Finsternis herrscht.
Immer mehr "smarte" Devices halten Einzug in die Wohnungen und der hiesigen Wirtschaft droht ohne Industrie 4.0 wohl der baldige Untergang, könnte man meinen. Leider kochen die IoT-Hersteller bislang weitgehend ihre eigenen Süppchen in Sachen Standards und vergessen eine Zutat gerne oft komplett: die Sicherheit. Veraltete Linux-Kernel mit klaffenden Lücken, dazu fehlende Patches, fest verdrahtete Standardkennwörter, offene Ports, keine Verschlüsselung – für Angreifer ein bestelltes Feld. Immerhin haben sich Security-Experten des Chipherstellers ARM nun daran gemacht, der Internet Engineering Task Force (IETF) einen Vorschlag für strukturierte Update-Verfahren zu unterbreiten (Link-Code HBS21). Die Forderungen definieren, wie Firmware-Aktualisierungen idealerweise erfolgen sollten – sofern sie denn erfolgen.

Auch Antimalware-Hersteller haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten erste Produkte speziell für den Schutz von Smart Homes an: Bitdefender mit seiner "Box", demnächst in Version 2 erhältlich (Link-Code HBS22), sowie Avira mit "SafeThings" (Link-Code HBS23), über das Internet Provider und Gerätehersteller ihre Kunden absichern sollen. Dass derartige Schutzlösungen irgendwann den Sprung in Firmennetze schaffen, ist zu erwarten. Wie es um die Lage im Internet of Things bestellt ist, beleuchtet unsere Autorin Ariane Rüdiger in ihrem Beitrag ab Seite 69. Daneben zeigen wir in unserer Dezember-Ausgabe, welche Anforderungen das Gesetz zum Schutz Kritischer Infrastrukturen, kurz KRITIS, an IT-Infrastrukturen stellt. In unseren Produkttests beweist der VPN-Router 4i Edge von Endian, wie sich Maschinen an verschiedenen Standorten sicher und einfach vernetzen lassen.

Im Namen der Redaktion wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes wie erfolgreiches Jahr 2018. Ihr

Daniel Richey
Stellv. Chefredakteur, CvD
Dezember 2017 / Daniel Richey
[Rubrik: Editorial]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe Dezember 2017 des IT-Administrator von Seite 3 bis 3.

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