Früher hockte jeder Server brav auf seinem Blech, wie die Löwen in der Manege auf ihren Plätzen. Heute sind die Server in vielen Unternehmen virtualisiert und die Situation ähnelt oft unserer Metapher von oben. So erkennen auch immer mehr IT-Verantwortliche mit steigernder Anzahl virtualisierter Server die Notwendigkeit einer guten Peitsche – passender Mangementwerkzeuge. Dass sich mit diesen Tools nicht nur die alte Beherrschbarkeit wieder etablieren lässt, sondern die Vorteile der Virtualisierung so richtig zum Tragen kommen, diese Erkenntnis sickert allerdings nur sehr langsam ein.
So gaben in einer Umfrage im Auftrag von CA 74 Prozent von 550 befragten IT-Verantwortlichen in Deutschland an, dass sie entweder gerade virtualisieren oder dies vorhaben. Nur 20 Prozent arbeiten jedoch mit einer automatischen Provisionierung, noch weniger, nämlich 14 Prozent, deprovisionieren automatisch. Im Ergebnis kommt diese Studie zu der Aussage, dass Unternehmen die Virtualisierung zwar bereits zur Kostensenkung in den Rechenzentren nutzen, allerdings wissen sie nach eigener Aussage oft nicht, wie sich virtualisierte Umgebungen automatisieren, verwalten und sichern lassen. Daher sind Unternehmen im Moment noch nicht in der Lage, die weit über Kostenersparnis und Serverkonsolidierung hinausgehenden Vorteile der Virtualisierung voll zu nutzen.
Unser Schwerpunkt im August zeigt diese Vorteile auf. Im Test bewiesen vFoglight (Seite 10) und das Virtualisierungsmodul für Ipswitch What's up Gold (Seite 21), dass sich eine virtualisierte Infrastruktur heute genauso gut beherrschen lässt wie eine physikalische. Und als Schmankerl zeigen wir Ihnen eine der vielen neuen Möglichkeiten, die die Virtualisierung bietet, indem wir ab Seite 49 Notebooks für den Außendienst absichern. Viel Vergnügen beim Dressieren und Lesen, Ihr
John Pardey
Chefredakteur
