Fachartikel

Im Test: WatchGuard Access Point AP120 und Wi-Fi-Cloud

Kaum eine Firma – ganz gleich ob Mittelstand oder Enterprise – kommt heute noch ohne ein gut funktionierendes WLAN aus. Die Firma WatchGuard kombiniert ihre Access Points mit einer umfassenden Verwaltung via Cloud – wir haben uns die Lösung einmal genauer betrachtet. Dabei hat uns vor allem die Template-basierte Verwaltung der Access Points sehr gut gefallen.
Mittels des Dashboards, das individuell konfigurierbar ist, kann sich der Admin schnell einen Überblick über das WLAN und die aktiven Clients verschaffen.
Vom Standpunkt der Endanwender aus ist ein WLAN eine nahezu ideale Lösung: Sie können sich problemlos mit allen mobilen Geräten und nicht nur mit dem PC mit dem Internet verbinden, es müssen keine Kabel verlegt werden und spätestens seit immer mehr Access Points (AP) mit dem Standard 802.11ac ausgerüstet sind, klappt es meist auch mit der Geschwindigkeit. Wie in vielen Fällen sieht es für die Profis in der IT-Abteilung zumeist etwas anders aus. Sie müssen nicht nur sicherstellen, dass genügend WLAN-APs vorhanden sind, damit die Nutzer überall ins Netz kommen, sondern sich auch um die Konfiguration und Verwaltung der Netzwerkkomponenten kümmern.

Eine ganze Reihe von Herstellern solcher Hardware bietet deshalb grafische Oberflächen und Werkzeuge an, die Konfiguration und Überwachung von WLAN-Installationen einfacher machen sollen. Dabei kommen sowohl lokale Installationen der Verwaltungssoftware als auch Lösungen aus der Cloud zum Einsatz. Die Firma WatchGuard bietet Cloud-fähige Access Points im Zusammenspiel mit einem Abonnement der sogenannten WatchGuard Wi-Fi Cloud an, die eine Verwaltung des WLANs aus der Cloud über ein Browser-Interface erlaubt.

Fazit
Der WatchGuard Access Point AP120 konnte im Test überzeugen: Einrichtung, Anmeldung und Betrieb sind durch den vom Hersteller als "WatchGuard Wi-Fi Cloud" bezeichneten Ansatz so gehalten, dass selbst weniger erfahrene Administratoren kaum Probleme haben werden, ihr WLAN entsprechend ihren Wünschen zu konfigurieren und zu betreiben. Allerdings müssen sie dazu doch einigermaßen in der englischen Sprache bewandert sein, denn sowohl die insgesamt gut gestaltete Oberfläche als auch die umfangreichen Hilfetexte und Videos sind alle auf Englisch.

Wenn wir aber von dieser Einschränkung und der nur mit der Lupe zu lesenden Seriennummer absehen, dann ist dieses Gerät sicher eine Empfehlung wert – selten konnten wir ein Testgerät so leicht und schnell einrichten und in Betrieb nehmen. Auch die Funktionsvielfalt und die umfangreichen Sicherheitsfeatures konnten während unseres Testbetriebs überzeugen. Das Konzept der einfachen und übersichtlichen Verwaltung über die Cloud wird bei dieser Lösung konsequent durchgehalten und umgesetzt. Die WIPS-Technik hat uns in einer Laborinstallation des Anbieters ebenfalls überzeugen können – gerade die automatische Klassifizierung dürfte Admins in der Praxis viel Arbeit ersparen.

Natürlich bleiben die üblichen Vorbehalte gegen Lösungen aus der Cloud: Wenn die Firmenrichtlinien oder gesetzliche Vorgaben es nicht erlauben, Daten und/oder administrative Aufgaben in die Cloud auszulagern, dann kann dieser Ansatz sicher keine Alternative sein. Weiterhin müssen sich Firmen bei derartigen Ansätzen immer darüber Gedanken machen, wie zuverlässig der Cloud-Partner die Dienstleistung auch in den kommenden Jahren liefern wird. Allerdings zeigen unsere bisherigen Erfahrungen mit der Firma WatchGuard, dass der Kunde hier von einer entsprechenden Zuverlässigkeit und Langlebigkeit des Angebots ausgehen kann.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 12/2017 ab Seite 22.
27.11.2017/ln/Frank-Michael Schlede und Thomas Bär

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