Fachartikel

Netzwerk-Monitoring garantiert Webseiten-Performance

Vor mehr als 20 Jahren ging die erste Webseite online, die das HTTP-Protokoll nutzte. Heute zählt der Online-Auftritt für viele Unternehmen längst zu den wichtigsten Business-Motoren. Umso ärgerlicher ist es, wenn zu hoher Traffic die Seite zusammenbrechen lässt oder defekte Links den Nutzer in eine Sackgasse führen. Ratsam ist daher ein permanentes Monitoring. In unserem Online-Beitrag zeigen wir, welche Vorsichtsmaßnahmen effektiv sind und wie die Überwachung einer Webseite im Idealfall aussehen sollte.
Zuviele techniche Baustellen auf der Unternehmens-Webseite haben Folgen - ein Monitoring-Tool entdeckt mögliche Fehler
Die grundlegende Frage ist, was ein Unternehmen tun kann, um das Online-Geschäft effektiv auch dann aufrechtzuerhalten, wenn Fehler auftreten. Netzwerkmonitoring-Tools ermöglichen es, die eigenen Webseiten sowie essenzielle Funktionen beziehungsweise Anwendungen und Serverumgebungen, auf denen sie sich befinden, immer im Blick zu behalten. Eine solche Lösung nutzt einem Unternehmen gleich mehrfach: Zum einen vermeidet sie wirtschaftliche Verluste durch unentdeckte Ausfälle des Internetauftritts. Gleichzeitig steigt die Kundenzufriedenheit aufgrund einer 100-prozentigen Uptime und eines schnellen und zuverlässigen Zugriffs auf die Webseite. Spielt das Webportal auch für firmeninterne Prozesse eine Rolle, verbessert eine stetige Verfügbarkeit die Produktivität der Mitarbeiter.

Einfach ist die Wahl der richtigen Überwachungsparameter aber nicht. Einerseits sollen keine Schwachstellen der Webseite unerkannt bleiben, andererseits ist aber auch nicht wegen jedes noch so kleinen Vorgangs Alarm auszulösen. Denn IT-Verantwortliche, die mit unwichtigen Warnmeldungen überhäuft werden, ignorieren die Benachrichtigungen des Systems bald und übersehen so möglicherweise schwerwiegende Probleme. Natürlich muss jeder selbst entscheiden, welche Überwachungsparameter für die individuelle Webseite sinnvoll sind, doch gibt es eine Anzahl von Kern-Performance-Indikatoren, die jeder Webseitenbetreiber im Auge behalten sollte.

Verfügbarkeit und Ladezeit
Verfügbarkeitsüberwachung ist der mit Abstand wichtigste Bestandteil des Website-Monitorings. Internetnutzer sind bekanntermaßen ungeduldig. Wenn die Webseite nicht schnell genug lädt, verlassen sie viele Besucher wieder, bevor sie auch nur einen Blick darauf geworfen haben. Bestimmen können IT-Verantwortliche die Webseiten-Geschwindigkeit mit Ping-Tests und Ladezeitmessungen. Erstere messen, wann die Website zu laden anfängt; Letztere, wie lange es dauert, den Quellcode herunterzuladen. Ping-Tests und einfache Ladezeitmessungen geben dem Nutzer zwar ein Gefühl dafür, wie schnell seine Seite ist. Doch woher weiß der IT-Verantwortliche, wann sich die Seite tatsächlich in einem Browser aufgebaut hat?


Bild 1: Die Überwachung der Webseite von verschiedenen Standorten aus
ergibt ein vollständiges Bild von Verfügbarkeit und Performance


Mittels einer geeigneten Netzwerk-Monitoring-Lösung können Administratoren die entscheidenden Kriterien permanent im Auge behalten. Entsprechende Web-Page-Sensoren messen beispielsweise die Downloadzeit inklusive aller eingebundenen Seitenelemente wie Flash, Bilder et cetera bis zu dem Zeitpunkt, in dem der Browser die Seite vollständig anzeigt. Der Administrator erhält so ein vollständiges Bild der Website-Performance in den Bereichen Verfügbarkeit und Ladezeit. Zusätzlich kann auch eine verteilte Überwachung mit Hilfe von Fern-Sensoren erfolgen. Denn es gilt, sich nicht nur auf das punktuelle Monitoring zu verlassen, sondern verschiedene Perspektiven zu verfolgen, um sicherzustellen, dass die heute oft weltweit verteilten Kunden und Interessenten von jedem Standort aus eine hohe Performance geboten bekommen. Zeichnet sich ein Anstieg der Ladezeiten ab, lassen sich oft schon durch vorbeugende Eingriffe spürbare Beeinträchtigungen vermeiden. Gerade für IT-Administratoren in international agierenden Unternehmen ist es wichtig, sicherzustellen, dass jederzeit und von unterschiedlichen Standorten auf der ganzen Welt der Zugriff auf die Website möglich ist.

Fehler minimieren, Qualität erhöhen
Neben Ping- und Ladezeitenüberwachung existieren zusätzliche Monitoring-Möglichkeiten, um Fehler und Störungen rechtzeitig zu erkennen und die Qualität eines Internetauftritts zu sichern. Ein HTTP-Sensor kann den Online-Auftritt hinsichtlich Fehlermeldungen im Auge behalten und die Verantwortlichen alarmieren, falls notwendig; beispielsweise, wenn der String "404 Fehler" ausgegeben wird, eine Seite also nicht abrufbar ist.




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1.02.2012/Manischa Mittal, Online Marketing-Expertin, Paessler AG/ln

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