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Marktübersicht Monitoring (1)

Monitoring ist nicht gleich Monitoring. Unternehmen müssen ihre Anforderungen an entsprechende Werkzeuge genau definieren, um für das geplante Budget auch die notwendigen Leistungen zu erhalten. Doch neben dem Preis spielen auch Aspekte wie Usabilty, Support und die via Monitoring zu erhebenden Daten eine Rolle. Und mittlerweile gilt es natürlich auch hier eine Entscheidung zu treffen, ob Monitoring on premise oder über die Cloud erfolgen soll. Unsere Marktübersicht hilft bei der richtigen Wahl. Im ersten Teil beschäftigen wir uns kurz mit den "Big 4" des Monitorings und deren Konkurrenten, um uns dann Allrounder für KMUs anzusehen.
Bei der Wahl des richtigen Monitoring-Werkzeugs spielt die Unternehmensgröße eine wichtige Rolle.
Nach wie vor ist Monitoring in vielen Unternehmen noch keine Selbstverständlichkeit. Dabei haben viele Administratoren und Unternehmen die Notwendigkeit von Monitoring durchaus erkannt, wie die Wachstumszahlen des Marktes belegen. Aber vor dem Monitoring steht die Wahl der geeigneten Lösung und die ist nicht ganz einfach. Eine Flut von Angeboten will gesichtet werden, wobei die Qualität der verfügbaren Informationen sehr unterschiedlich sein kann. Hat sich der IT-Verantwortliche bisher nicht sehr intensiv mit Monitoring auseinandergesetzt, ist schon ein grober Überblick des Monitoring-Marktes sehr hilfreich. Schließlich sind die Anforderungen an eine Monitoring-Lösung je nach Unternehmen und IT-Umgebung sehr unterschiedlich. Diese dann auch noch mit teilweise schwer greifbaren Fakten und Features der verschiedenen Angebote in Einklang zu bringen, wird schnell zu einer hochkomplexen Aufgabe.

Manche Hersteller argumentieren mit ellenlangen Feature-Listen, andere eher lösungsorientiert. Wo der eine Hersteller noch alle Preise übersichtlich in seinem Webshop listet, verwirrt der zweite mit einem komplexen Baukastensystem aus Modulen und Add-ons, während der dritte Preise nur auf Anfrage mitteilt. Überhaupt das Thema Preis: Da stehen lizenzkostenfreie Open-Source-Modelle neben günstigen Einstiegsangeboten und komplexen Lösungen mit Lizenzpreisen im sechsstelligen Bereich. Was aber brauchen Sie davon wirklich und welche Lösungen bieten sich an?
Als Orientierungshilfe teilen wir im Folgenden den Monitoring Markt in verschiedene Segmente ein. Dass dabei keine Checkliste zum Abhaken herausgekommen ist, liegt an der Komplexität des Marktes und vor allem an den unterschiedlichen Anforderungen und Angeboten. Wir wollen Ihnen zunächst einen Einblick in die Bandbreite dessen vermitteln, was alles unter dem Oberbegriff Monitoring firmiert und Ihnen damit helfen, die verschiedenen Tools und Lösungen etwas besser einzuordnen.

Monitoring für Konzerne: Big 4
Als "Big 4" werden die vier großen Player im Monitoring- beziehungsweise IT-Management-Markt bezeichnet: BMC, CA, HP und IBM. Hier bildet Monitoring lediglich einen kleinen Teil des gesamten Funktionsumfangs, es handelt sich vielmehr um große Suiten unterschiedlicher Applikation zum umfassenden Management großer und komplexer IT-Umgebungen, zugeschnitten auf die Bedürfnisse großer Unternehmen, aufwendig bei Implementierung und Wartung, und zu Preisen, die schon mal sechs- oder gar siebenstellige Bereiche erreichen können.


Bild 1: HP OpenView ist ein typischer Vertreter der Big 4 des IT-Monitoring. In diesen umfassenden
Management-Suiten bildet das Monitoring jedoch nur einen Bruchteil des Funktionsumfangs.


Für mittelständische Unternehmen rechnet sich der Einsatz von Big 4-Lösungen in der Regel nur, wenn entsprechend umfangreiche IT-Umgebungen vorhanden sind und verwaltet werden müssen. In der Regel reichen hier günstigere und einfacher zu bedienende Alternativen.

Die Big-4-Aspiranten als Preisbrecher
In den letzten Jahren hat sich ein recht breites Marktsegment etabliert, das sich als Big-4-Aspiranten bezeichnen lässt. Diese Unternehmen werben zum Teil recht aggressiv damit, dass sie einen Großteil der Leistungsfähigkeit der Big 4 zu einem Bruchteil des Preises bieten – bei deutlich besserer Bedienbarkeit.


Bild 2: Die Big-4-Aspiraten wie hier Statseeker wollen Enterprise-Monitoring zu einem
deutlich günstigeren Preis als die Big 4 liefern.


Dabei liegt je nach Hersteller die Betonung entweder auf dem Funktionsumfang oder auf der Skalierbarkeit. Während so beispielsweise der australische Hersteller Statseeker oder die Texaner von IDERA das problemlose Überwachen von 100.000 und mehr Geräten versprechen, bieten Riverbed oder ASG umfangreiche Produktsuiten mit Applikationen und Modulen für die unterschiedlichsten Aufgaben im IT-Management an. Allen gemein ist, dass sie sich den Big 4 preislich und bei der Komplexität immer weiter annähern, je dichter sie in punkto Funktionsumfang und Leistungsfähigkeit aufschließen. Zielgruppe sind hier ganz klar große und sehr große Unternehmen mit entsprechender IT-Infrastruktur. KMUs finden hier normalerweise nur etwas für ihren Bedarf, wenn sie im IT-Bereich aufgrund ihrer geschäftlichen Ausrichtung aus mittelständischen Dimensionen herausgewachsen sind. Weitere Beispiele aus diesem Segment sind Monolith, AccelOps, SevOne und Netscout nGenius.

Seite 1: Die Big 4 und ihre unmittelbaren Konkurrenten
Seite 2: Allrounder für KMUs


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2.10.2017/jp/ln/Thomas Timmermann

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