Meldung

Exchange-Performance im Auge behalten

Die Performance eines Exchange-Servers hängt ja ganz wesentlich vom Zusammenspiel mit einem korrekt eingestellten Active Directory zusammen. Um die Leistung des Exchange-Servers im Zusammenspiel mit dem Active Directory zu überprüfen, sind die Leistungsdaten beim Abrufen von Active Directory-Informationen über LDAP nötig. Die Bezeichnung der Leistungsdaten und die optimalen Werte sind Admins jedoch nicht immer vertraut. Dabei ist die Performance-Überwachung bei Exchange dank Indikatoren nicht kompliziert.
Mit Leistungsindikatoren finden Sie heraus, ob Exchange performt oder nicht
Über LDAP greift Exchange auf das Active Directory zu, um E-Mails senden zu können, die Replikation zu starten oder die Berechtigung zu überprüfen. Ist die Verbindung zum AD langsam, dann reagiert auch Exchange langsam. Der erste Schritt bei der Leistungsüberwachung führt daher über die Leistungsüberwachung auf dem Exchange-Server, die Sie mit perfmon.msc starten. Klicken Sie dazu zunächst auf "Leistungsüberwachung" und wählen Sie das "+"-Zeichen, um einen neuen Indikator hinzuzufügen.

Wichtig ist hier die Indikatorgruppe "MSExchange ADAccess-Prozesse". Erweitern Sie diese Gruppe. Die beiden Indikatoren "LDAP-Lesedauer" und "LDAP-Suchdauer" fügen Sie hinzu. Klicken Sie auf die beiden Indikatoren, wählen Sie im unteren Bereich "Instanzen" die Instanz "Alle Instanzen" und klicken Sie auf "Hinzufügen". "LDAP-Lesedauer" misst die Zeit, die eine LDAP-Abfrage bis zur Datenübermittlung benötigt. "LDAP-Suchdauer" zeigt die Zeit an, die der Exchange-Server für eine Suche per LDAP im Active Directory benötigt. Der Durchschnittswert für diese Indikatoren sollte unter 50 ms liegen, die Maximaldauer sollte nicht über 100 ms steigen.

Damit Exchange schnell und effizient Daten aus dem Active Directory abrufen kann, muss der globale Katalog, den Exchange verwendet, schnell und nicht überlastet sein. Um die Auslastung zu überprüfen, starten Sie nun auf dem Domänencontroller die Leistungsüberwachung. Klicken Sie anschließend auf "Sammlungsätze / System / Active Directory Diagnostics". Wählen Sie dann das grüne Pfeil-Icon, um den Sammlungssatz zu starten. Während der Server die Daten misst, versuchen Sie die Abfrage auf das Active Directory durchzuführen, um festzustellen, ob das Problem auf Seiten des globalen Katalogs liegt. Haben Sie die Abfrage durchgeführt, halten Sie den Sammlungssatz über das Stopp-Icon an. Anschließend lassen Sie sich über das Berichtssymbol die letzte Messung anzeigen. Wichtig in diesem Bericht ist zunächst der Bereich "Active Directory". Klicken Sie im Bericht auf den kleinen Pfeil an der rechten Seite und wählen Sie die Option "Suche / Eindeutige Suchen" aus. Vor allem im rechten Bereich sehen Sie die Antwortzeiten und übertragenen Daten.

Hier sollten keine größeren Ausschläge nach oben verzeichnet sein. Klicken Sie den Bericht mit der rechten Maustaste an, bringen Sie über "Ansicht / Ordner" den Inhalt des Reports auf den Bildschirm. In der Ordneransicht stehen zum Beispiel auch eine HTML-Datei sowie eine XML-Datei zur Verfügung, welche die Daten des Berichtes enthalten. Diese Daten können Sie mit anderen Programmen weiterverarbeiten, um die Informationen besser zu analysieren.
19.08.2012/Thomas Joos/ln

Tipps & Tools

Mehr Boot-Optionen für Windows 8 [24.05.2013]

Vielen Profis ist mit Sicherheit aufgefallen, dass unter Windows 8 beim selektiven Starten des Betriebssystems die Boot-Variante der letzten als gut und funktionierend eingestuften Konfiguration einfach weggefallen ist. Mit einem kleinen Eingriff in die Registry können Sie diese Option jedoch wieder herstellen. Dazu müssen Sie in der Registry der jüngsten Windows-Version im Bereich 'HKEY_LOCAL_MACHINE \ SYSTEM \ CurrentControlSet \ Control \ Session Manager \ Configuration Manager" einige Einträge manuell hinzufügen. [mehr]

IT-Administrator Workshop 'Management mobiler Endgeräte' [21.05.2013]

Zwar hat sich seit den ersten Gehversuchen von Tablets, Smartphones & Co. in Sachen Management sehr viel getan, dennoch verlangt die Administration der neuartigen Geräte und Betriebssysteme nach wie vor neue Herangehensweisen. In unseren für Abonnenten kostenlosen Workshops am 10. Juli in Hamburg und am 11. Juli in Augsburg stellen wir daher praxistaugliche Vorgehensweisen beim Management mobiler Endgeräte vor. Besonderes Augenmerk legt die halbtägige Veranstaltung auch auf das Thema Sicherheit für mobile Begleiter. [mehr]

Fachartikel

Jobmotor Cloud: Die neuen IT-Berufe [15.05.2013]

Cloud Computing etabliert sich als weit verbreitetes Modell und will zur effizienten Nutzung der IT beitragen. Dabei krempelt die Cloud die Informationstechnologie auch am Jobmarkt um. Welche Qualifikationen gefragt sind, wenn sich Fachkräfte beruflich in die Cloud verlagern wollen, beschäftigt viele IT-Spezialisten. Unser Fachbeitrag gibt sich positiv und erklärt, warum die Aussichten anders als im Wetterbericht oft heiter sind – trotz oder vielmehr wegen aufkommender Wolken in der IT-Landschaft. [mehr]