Optimierte Verwaltung im Server-Manager
Neuerungen finden sich nach der Installation zunächst im Server-Manager. Dieser bietet eine wesentlich effizientere Verwaltung von mehreren Servern im Netzwerk und eine komplett neue Oberfläche mit dem aus Windows Phone 7/7.5 und Windows 8 Client bekannten Metro-Design. Trotz mancher Bedenken erweist sich die Bedienung als recht intuitiv und die Assistenten sind schnell zu finden. So ist es mit dem neuen Betriebssystem zum Beispiel möglich, Serverrollen und -features über das Netzwerk auf anderen Servern zu installieren. Die Assistenten zur Installation von Serverrollen und -features hat Microsoft zu einem einzelnen Assistenten zusammengefasst. So lassen sich diese einfacher und schneller installieren, da nur ein Installationsvorgang notwendig ist.

Bild 1: Das Installieren von Serverrollen und -features ist über das Netzwerk nun auch auf anderen Servern möglich
Installierte Serverrollen und die entsprechenden Geräte zeigt der Server-Manager automatisch gruppiert an, Verwaltungswerkzeuge direkt über den Menüpunkt Tools. Hierüber lassen sich alle wichtigen Werkzeuge starten. Das Navigieren im Startmenü ist daher nicht notwendig. Um im neuen Server-Manager weitere Server anzubinden, klicken Sie auf "Verwalten" und dann auf "Server hinzufügen". Anschließend können Sie nach Servern suchen, um sie im lokalen Server-Manager zu verwalten. Auf diesem Weg erstellen Sie auch eigene Servergruppen, die Sie im Server-Manager zusammenfassen. Von diesen Gruppen können Sie sich dann Ereignismeldungen anzeigen lassen. Effizient arbeitet der neue Server-Manager allerdings nur mit Windows 8 Server zusammen. Auf Rechnern mit Server 2008 R2 lassen sich mit dem neuen Server-Manager über das Netzwerk keine Serverrollen installieren.
Neues Dateisystem und Speicherpools
Das neue "Resilient File System" (ReFS) in Windows 8 Server soll dazu in der Lage sein, defekte Dateien automatisch zu reparieren. Außerdem bezeichnet Microsoft ReFS als unempfindlicher als NTFS. Es arbeitet zudem mit den neuen Speicherpools in Windows 8 zusammen. Speicherpools ermöglichen das Zusammenfassen mehrerer physikalischer Datenträger zu einem logischen Pool. Dabei spielt es keine Rolle, mit welcher Technik die Festplatten physikalisch angeschlossen sind. Speicherpools unterstützen Festplatten mit unterschiedlichen Größen. Aus Speicherpools können Administratoren wiederum einzelne Freigaben erstellen (Storage Spaces).Die Daten dieser Freigaben liegen dann auf mehreren physikalischen Systemen verteilt, was die Ausfallsicherheit und Leistung erhöht. Das funktioniert in Windows 8 Server ähnlich wie mit einem Software-Raid, ist jedoch laut Microsoft schneller und etwas sicherer.

Bild 2: Physische Laufwerke lassen sich unter Windows 8 Server zu einem Speicherpool zusammenfassen
Speicherpools und Storage Spaces lassen sich jederzeit mit neuen Festplatten erweitern. Dies soll Administratoren das Bereitstellen von zusätzlichem Speicher vereinfachen. Nach Angaben von Microsoft beherrschen ReFS-Datenträger eine Größe von bis zu 16 EByte (Exabyte). ReFS kann ferner Verlaufsdaten speichern. Nutzen lässt sich das neue System zum Release aber nur auf Datenplatten. Weder Wechselmedien noch die Boot-Festplatte in Windows 8 Server beherrscht ReFS. Das neue Dateisystem steht außerdem nur für die Server-Version zur Verfügung. Wann auch Windows 8 Client das neue System beherrscht, hat Microsoft noch nicht bekanntgegeben. Geplant ist in der letzten Ausbaustufe, dass ReFS das betagte NTFS ablösen soll. Anwendungen sind kompatibel zwischen NTFS und ReFS, Neuentwicklungen für das neue Dateisystem sollen daher nicht notwendig sein.
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