Fachartikel

Der richtige Browser für IT-Administratoren

Zum Alltagsgeschäft eines Administrators gehört die Versorgung der Anwender mit einem funktionsfähigen Internet- Browser. Die Anforderungen an diese Software steigen jedoch ständig und der IT-Profi muss Aspekte wie Sicherheit, Performance, Rollout und Patch-Deployment berücksichtigen. Unser Beitrag zeigt, wie sich die Admin-Arbeit bei der Browser-Verwaltung vereinfachen lässt, warum sich jedes Unternehmen eine Browser-Strategie zurechtlegen sollte und ob der Einsatz mehrerer Browser sinnvoll ist.
Die Entscheidung für einen Browser sollte durchdacht sein - Sicherheit und zentrale Administration etwa sind entscheidene Punkte
Viele Anwendungen, egal ob auf Benutzer- oder Administrator-Seite, basieren heute weitestgehend auf der Anzeige durch einen Browser – auch oder gerade wegen der zunehmenden Bedeutung von Cloud-Applikationen. Die umfassende Administration des Browsers im Unternehmen sollte also mit zum Aufgabengebiet der IT-Verantwortlichen gehören. Doch in der Realität ist es meist so, dass sich um das Betriebssystem, das Netzwerk oder die Sicherheitslösung quasi täglich gekümmert wird, der Browser aber eine eher stiefmütterliche Behandlung erfährt. Eine überzeugende Browserstrategie würde das Leben eines Administrators jedoch einfacher machen.

Gesucht: Die perfekte Browserstrategie
Bei Verwendung des Internet Explorer betreffen viele der (Sicherheits-)Settings im Browser sowohl Komponenten des Internet Explorer selbst als auch des Betriebssystems. So haben entsprechende Einstellungen nicht nur Einfluss auf das Browsen im Internet, sondern auch auf den Netzwerkzugriff anderer Anwendungen, wie beispielsweise Outlook.

Hier wird die Bedeutung der Verwendung stets aktuellster Versionen des Internetbrowsers deutlich. Ein Update des Internet Explorers etwa bringt gleichzeitig auch verschiedene mitgenutzte Komponenten anderer Anwendungen auf den neuesten Stand und das insbesondere in puncto Sicherheit und Performance. Um aber möglichst einfach und mit wenig Aufwand immer auf dem neuesten Stand zu sein, ist es notwendig, eine kontinuierliche Strategie bei der Wahl und der Verwaltung des Browsers zu verfolgen. Insbesondere bei der Migration von Windows XP zu Windows 7 kann die langjährige Vernachlässigung des Browsers und damit ein Wechsel vom Internet Explorer 6 auf neuere Versionen zu schmerzhaften Erfahrungen führen. Wer sich über Jahre nicht mit einem Upgrade auseinandergesetzt hat, für den wird die Migration insgesamt meist teurer und zeitaufwändiger.

Pflichtübung zentrale Administration
Damit der Aufwand für die Verwaltung insbesondere von umfangreicheren Installationen möglichst gering ist, ist es unumgänglich, eine einfache, zentralistische Administration anzustreben. Diese sollte sicherstellen, dass die meist weniger an IT interessierten Anwender den Browser so nutzen können, dass sie ein Maximum an Effektivität erreichen, aber gleichzeitig auch ein Maximum an Sicherheit gewährleistet ist. Gerade diese beiden Anforderungen lassen sich nur dadurch sicherstellen, dass die Nutzer die notwendigen Einstellungen nicht "aus Versehen" verändern können und im einfachen Fall nur ein Support Ticket notwendig ist – im schlimmsten Falle ist die Sicherheit sensibler Unternehmensdaten gefährdet.

Das bedeutet, dass es sich kein Unternehmen leisten kann, gerade die Sicherheitseinstellungen nicht über Group Policies festzuzurren. Group Policies haben den zusätzlichen Nutzen, dass sie sich zentralisiert verwalten lassen und auch an bestimmte Personen oder Gruppen delegiert werden können. Dies legt wiederum die Verantwortung in die Hände der zuständigen Fachabteilungen und ermöglicht dadurch, dass sich die entsprechenden Experten um die Einstellungen kümmern und keine Fehler durch eine mögliche Flaschenpost von der Fachabteilung zum umsetzenden Team auftreten.

Group Policies sind außerdem deutlich robuster als jedes unter Umständen verwendete Konfigurations-Skript und ein seit Jahren vertrauenswürdiger Mechanismus, um Windows-Einstellungen vorzunehmen. Daraus folgt, dass ein Browser, der Group Policies gar nicht oder nur unzureichend implementiert hat, eigentlich keine Wahl für ein Unternehmen darstellen sollte – schon alleine, um das Leben der Administratoren nicht zusätzlich zu erschweren.

Überbewertete Performance?
Wenn Diskussionen über das Thema Browser geführt werden, dann ist Performance immer eins der ersten Dinge, die genannt werden. Aber ist die reine "Binär-Performance" heute tatsächlich noch ein Entscheidungskriterium für den einen oder den anderen Browser? Ein Blick auf die unterschiedlichen Benchmarks offenbart, dass mal der eine und mal der andere Browser gewinnt. Wer dann die tatsächlichen Unterschiede genauer betrachtet, stellt schnell fest, dass es immer um ein paar Millisekunden geht. Diese Unterschiede sind faktisch vernachlässigbar und es gibt meist bessere und einfachere Wege, um eine Anwendung performanter zu gestalten, als sich mit der Optimierung von Benchmarks zu beschäftigen. Zusammenfassend sei aber auch hier vermerkt, dass es auch bei der Performance wichtig ist, dass möglichst die neueste Version eines Browsers genutzt wird, da die Entwickler von Version zu Version oft an mehr als nur einer Schraube gedreht haben.




                                                Seite 1 von 2                     Nächste Seite>>


26.04.2012/Stephanus Schulte, Technical Evangelist Internet Explorer bei Microsoft Deutschland/ln

Nachrichten

Quad-Core-Flunder [17.09.2014]

Giada bringt mit dem 'i39B' einen Mini-PC auf den Markt, der trotz der geringen Höhe von rund 2,5 Zentimeter über eine hohe Leistung verfügt. So etwa ist der Intel Celeron Quad-Core-Prozessor J1900 mit 2 GHz, im Turbo-Modus sogar mit 2,41 GHz, getaktet. Auch ein Dual Monitor-Betrieb ist möglich. [mehr]

Aus der Ferne in die Firma [15.09.2014]

Mit dem kürzlich veröffentlichten Update von IGEL Linux baut der Anbieter die Funktionsbreite seines Betriebssystems aus: Ab der aktuellen Version 5.04.100 unterstützt die Firmware das Microsoft Remotedesktop-Gateway. Dadurch erhalten Linux-basierte IGEL Thin Clients (x86) über das Internet Verbindung zur RDP-Umgebung hinter einem RD-Gateway. [mehr]

Tipps & Tools

Zusatz-Treiber für IT-Profis [17.09.2014]

Die meisten Treiber unter Windows sind in der Erstinstallation ausreichend. Bei längerem Betrieb kann es jedoch notwendig sein, den ein- oder anderen Driver nachzuladen. Wer die Windows-CD einmal nicht zu Hand hat oder einen ganz speziellen Treiber sucht, kann als alternative Quelle für zusätzliche Pakete das Englischsprachige Portal 'driverpacks.net' besuchen. Auf der Webseite finden sich individuelle Pakete sortiert nach speziellen Hardware-Kategorien, zum Beispiel für Grafikkarten, Audiogeräte oder LAN-Schnittstellen. [mehr]

Download der Woche: AOMEI OneKey Recovery [16.09.2014]

Wenn Windows nicht mehr starten will, kann es dafür zahlreiche Gründe geben - Fehlermeldungen wie 'Boot Failure' oder 'Operating system not found' drohen mit Ungemach. Wer sich gegen einen solchen Ernstfall absichern will, sollte einen Blick auf das kostenfreie 'OneKey Recovery' von AOMEI werfen. Damit steht ein Tool zur System-Wiederherstellung zur Verfügung, das die System-Partition auf einer eigenen Recovery-Partition sichert und von dort jederzeit wiederherstellen kann. [mehr]

Buchbesprechung

Dokumenten-Management

von Götzer, Maier, Schmale, Rehbock, Komke

Anzeigen