Gesucht: Die perfekte Browserstrategie
Bei Verwendung des Internet Explorer betreffen viele der (Sicherheits-)Settings im Browser sowohl Komponenten des Internet Explorer selbst als auch des Betriebssystems. So haben entsprechende Einstellungen nicht nur Einfluss auf das Browsen im Internet, sondern auch auf den Netzwerkzugriff anderer Anwendungen, wie beispielsweise Outlook.
Hier wird die Bedeutung der Verwendung stets aktuellster Versionen des Internetbrowsers deutlich. Ein Update des Internet Explorers etwa bringt gleichzeitig auch verschiedene mitgenutzte Komponenten anderer Anwendungen auf den neuesten Stand und das insbesondere in puncto Sicherheit und Performance. Um aber möglichst einfach und mit wenig Aufwand immer auf dem neuesten Stand zu sein, ist es notwendig, eine kontinuierliche Strategie bei der Wahl und der Verwaltung des Browsers zu verfolgen. Insbesondere bei der Migration von Windows XP zu Windows 7 kann die langjährige Vernachlässigung des Browsers und damit ein Wechsel vom Internet Explorer 6 auf neuere Versionen zu schmerzhaften Erfahrungen führen. Wer sich über Jahre nicht mit einem Upgrade auseinandergesetzt hat, für den wird die Migration insgesamt meist teurer und zeitaufwändiger.
Pflichtübung zentrale Administration
Damit der Aufwand für die Verwaltung insbesondere von umfangreicheren Installationen möglichst gering ist, ist es unumgänglich, eine einfache, zentralistische Administration anzustreben. Diese sollte sicherstellen, dass die meist weniger an IT interessierten Anwender den Browser so nutzen können, dass sie ein Maximum an Effektivität erreichen, aber gleichzeitig auch ein Maximum an Sicherheit gewährleistet ist. Gerade diese beiden Anforderungen lassen sich nur dadurch sicherstellen, dass die Nutzer die notwendigen Einstellungen nicht "aus Versehen" verändern können und im einfachen Fall nur ein Support Ticket notwendig ist – im schlimmsten Falle ist die Sicherheit sensibler Unternehmensdaten gefährdet.
Das bedeutet, dass es sich kein Unternehmen leisten kann, gerade die Sicherheitseinstellungen nicht über Group Policies festzuzurren. Group Policies haben den zusätzlichen Nutzen, dass sie sich zentralisiert verwalten lassen und auch an bestimmte Personen oder Gruppen delegiert werden können. Dies legt wiederum die Verantwortung in die Hände der zuständigen Fachabteilungen und ermöglicht dadurch, dass sich die entsprechenden Experten um die Einstellungen kümmern und keine Fehler durch eine mögliche Flaschenpost von der Fachabteilung zum umsetzenden Team auftreten.
Group Policies sind außerdem deutlich robuster als jedes unter Umständen verwendete Konfigurations-Skript und ein seit Jahren vertrauenswürdiger Mechanismus, um Windows-Einstellungen vorzunehmen. Daraus folgt, dass ein Browser, der Group Policies gar nicht oder nur unzureichend implementiert hat, eigentlich keine Wahl für ein Unternehmen darstellen sollte – schon alleine, um das Leben der Administratoren nicht zusätzlich zu erschweren.
Überbewertete Performance?
Wenn Diskussionen über das Thema Browser geführt werden, dann ist Performance immer eins der ersten Dinge, die genannt werden. Aber ist die reine "Binär-Performance" heute tatsächlich noch ein Entscheidungskriterium für den einen oder den anderen Browser? Ein Blick auf die unterschiedlichen Benchmarks offenbart, dass mal der eine und mal der andere Browser gewinnt. Wer dann die tatsächlichen Unterschiede genauer betrachtet, stellt schnell fest, dass es immer um ein paar Millisekunden geht. Diese Unterschiede sind faktisch vernachlässigbar und es gibt meist bessere und einfachere Wege, um eine Anwendung performanter zu gestalten, als sich mit der Optimierung von Benchmarks zu beschäftigen. Zusammenfassend sei aber auch hier vermerkt, dass es auch bei der Performance wichtig ist, dass möglichst die neueste Version eines Browsers genutzt wird, da die Entwickler von Version zu Version oft an mehr als nur einer Schraube gedreht haben.
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