Fachartikel

Mit der PowerShell Raum- und Gerätepostfächer in Exchange 2013 einrichten (1)

Ressourcenpostfächer vereinfachen das Buchen von Ressourcen in einer Organisation deutlich. Mit Exchange 2007 wurden die Postfachtypen Raum- und Gerätepostfach als Ressourcenpostfächer eingeführt. Diese stehen Ihnen auch unter Exchange 2013 zur Verfügung. Dieser Workshop zeigt, wie Sie den Umgang mit diesen Postfächern effizienter gestalten und welche Neuerungen Exchange 2013 in diesem Bereich mitbringt. Viele Einstellungen lassen sich nur noch über die PowerShell verwalten. In Teil 1 der Workshopserie erkläen wir die zugrundeliegenden Funktionen und zeigen, mit welchen Kommandos Sie Ressourcen-Postfächer anzeigen und anlegen.
Das Buchen von Besprechungsräumen über Outlook funktioniert mit Hilfe von Ressourcen-Postfächern.
Unter Exchange 2003 und früher kam für das Buchen von Ressourcen das Outlook Direct Booking beziehungsweise ein Auto-Accept-Agent zum Einsatz, der als Store Event Sink auf dem Exchange-Server konfiguriert wurde. Bei den Ressourcenpostfächern handelte es sich bis dahin um Standardpostfächer. Mit Exchange 2007 hat Microsoft eine neue Kategorie von Postfächern eingeführt. Die Auto-Accept-Funktion für Ressourcen wurde über die Ressourcenbuchungsautomatik direkt in Exchange integriert und mit diesem Postfachtyp verknüpft.

Das ist auch der Grund, weshalb Sie das automatische Buchen nur für Ressourcen- und nicht für Benutzerpostfächer aktivieren können. Ist die Ressourcenbuchungsautomatik aktiviert, reagiert Exchange direkt auf Buchungsanfragen. Ansonsten muss ein Stellvertreter für die Ressource aktiv werden.
Raumpostfächer und Gerätepostfächer unterscheiden sich lediglich in der Anzeige auf dem Client. Neben dem unterschiedlichen Icons gibt es für die Raumpostfächer standardmäßig eine eigene Adressliste, während Gerätepostfächer nur in den globalen Listen zu finden sind.

 
Bild 1: Raum- und Gerätepostfächer unterscheiden sich nur in der Anzeige im Outlook. Räume sind in einem
eigenen Adressbuch zusammengefasst und können bei Besprechungen schneller ausgewählt werden.


Die Postfächer verfügen über umfangreiche Attribute, um das Arbeiten mit der Ressource über Buchungsregeln wie der maximalen Buchungszeit genau definieren zu können. In Exchange 2007 können Sie Einstellungen nur über die Exchange Management Shell (EMS) mit PowerShell-Befehlen durchführen, während bei Exchange 2010 in der Exchange Management Console (EMC) eigene Karteireiter in den Eigenschaften einer Ressource zur Verfügung stehen. Mit Exchange 2013 hat sich wieder alles geändert und die Konfigurationsmöglichkeiten im Exchange Administration Center (EAC) wurden deutlich zusammengestrichen. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind in ihrer Tiefe auch weiter vorhanden, doch müssen Sie die PowerShell bemühen.


Bild 2: Die Einstellungsmöglichkeiten über die GUI wurden bei Exchange 2013 deutlich reduziert.

Seite 1: Buchungsanfragen über Outlook
Seite 2: Ressourcen-Postfächer anzeigen und anlegen


Seite 1 von 2 Nächste Seite >>
6.02.2017/dr/ln/Christian Schulenburg

Nachrichten

Microsoft möchte mit Coco den Blockchain-Einstieg erleichtern [14.08.2017]

Microsoft möchte Firmen den Einstieg in die Blockchain-Welt mit seinem 'Coco-Framework' erleichtern. Während aktuelle Blockchain-Protokolle oft komplexe Entwicklungstechniken erfordern, um die operativen und sicherheitsrelevanten Anforderungen von Unternehmen umzusetzen, verringere das Coco-Framework diese Komplexität etwa durch die Automatisierung von Bereitstellungsprozessen der Infrastruktur sowie die sichere Integration in Bestandssysteme. [mehr]

Notebook nicht nur fürs Auge [2.08.2017]

Toshiba baut sein Angebot an Business-Notebooks um die Modellreihe 'Tecra X40-D' aus. Punkten will der Hersteller unter anderem mit erweiterten Sicherheitsfunktionen wie dem SecurePad mit Fingerabdruckleser und dem schlanken und leichten Design. [mehr]

Frohen SysAdmin Day [28.07.2017]

Tipps & Tools

Komplett runderneuert: IT-Administrator E-Paper [22.08.2017]

Es wurde Zeit: Auf vielfachen Leserwunsch hin haben wir das E-Paper des IT-Administrator komplett überarbeitet. Per Browser oder App bietet sich nun auf nahezu allen Endgeräten die Möglichkeit, unser Magazin noch komfortabler im Original‐Layout der Print‐Version zu lesen. Features wie die Speicherung der Ausgaben auf dem Gerät, die treffsichere Volltextsuche sowie die übersichtliche Seitenvorschau erleichtern den Umgang mit der digitalen Variante. Besonderes Schmankerl: Auch die Sonderhefte ab 2015 sind nun als E-Paper abrufbar. [mehr]

Erste Hilfe bei hängenden Windows-Updates [18.08.2017]

Auf einem Windows-10-PC, der länger ausgeschaltet war, laufen die Windows-Updates nicht mehr richtig durch und bleiben irgendwann hängen. Im Netz gibt es Dutzende von Tipps, was in so einem Fall zu tun ist. Ein erster Ansatz besteht darin, die Windows-Update-Optionen anzupassen. [mehr]

Buchbesprechung

Datenschutz-Grundverordnung

von Niko Härting

Anzeigen