Fachartikel

IAIT-Test: Windows-10-Migration mit der Ivanti Management Suite und dem Ivanti Environment Manager

Zur Zeit steht für viele Unternehmen die Aufgabe an, ihre Client-Systeme von entweder Windows 7 oder Windows 8/8.1 auf Windows 10 zu aktualisieren. Dieser Beitrag zeigt, wie sich genau dies mit Hilfe der Ivanti Management Suite und dem zu Ivanti DesktopNow gehörenden Environment Manager bewerkstelligen lässt.
Die Management-Konsole von DesktopNow
Die Ivanti Management Suite stellt praktisch alle Funktionen zur Verfügung, die zur IT-Systemverwaltung erforderlich sind. Über sie lassen sich alle Endpoints im Unternehmen einheitlich verwalten. Sie ermöglicht das Bereitstellen von Anwendungen über automatisierte Rollouts, bietet einen App Store für die Benutzer und – was für diesen Test eine zentrale Rolle spielt – hilft den IT-Abteilungen bei der Betriebssystemmigration.

Der Ivanti Environment Manager lässt sich im Gegensatz dazu nutzen, um Desktops zu personalisieren und ihre Konfiguration mit Hilfe dynamischer Richtlinien anzupassen. Das bedeutet, die IT-Verantwortlichen haben die Möglichkeit, die Desktop-Konfiguration abhängig vom Anwender, dem Standort und der Plattform zu gestalten. Auf diese Weise erhalten die Benutzer die Möglichkeit, jederzeit zwischen PCs, virtuellen Desktops, Cloud-Desktops und Terminal-Servern zu wechseln, ohne dabei auf ihre Personalisierung verzichten zu müssen.
Der Test
Im Test installieren wir zunächst den Environment Manager auf einem Server unter Windows Server 2008 R2. Nach der Installation der Lösung machten wir uns mit dem Leistungsumfang der Software vertraut und übertrugen anschließend die Benutzerprofile auf unserem Windows 7-Testclient, die wir zuvor umfassend personalisiert hatten, in einen zentralen Datenspeicher. Danach spielten wir auf einem Windows Server 2012 R2 die Ivanti Management Suite ein. Auch hier machten wir uns zunächst mit dem Funktionsumfang der Lösung vertraut. Anschließend legten wir in der Management-Suite einen Task zur Migration des Betriebssystems an. Zum Schluss starteten wir den Migrationstask, spielten das Benutzerprofil wieder ein und überprüften, ob die Betriebssystem- und Profilmigration so ablief, wie erwartet.

Die Arbeit mit dem Environment Manager
Nach dem Abschluss der Installation der beiden Lösungen sicherten wir zunächst mit Hilfe des Environment Managers die auf unserem Testsystem unter Windows 7 vorhandenen Profile. Dazu öffneten wir die Environment Manager-Konsole. Dieses Tool unterscheidet zwischen zwei unterschiedlichen Bereichen, nämlich "Policy Configuration" und "User Personalization". Die Policy Configuration umfasst alle Parameter, mit denen die IT-Abteilung einen Arbeitsplatz vorkonfiguriert, wie standardmäßig verbundene Netzwerk-Shares und ähnliche Faktoren. Die User Personalization enthält im Gegensatz dazu die vom jeweiligen Benutzer vorgenommenen Einstellungen, wie beispielsweise das Hintergrundbild.

Bei der Policy Configuration findet sich auf der linken Fensterseite ein Baum mit Computern, Benutzern und vergleichbaren Einträgen. Hier sind die zuständigen Mitarbeiter dazu in der Lage festzulegen, welche Aktionen die verwalteten Systeme beim Start, beim Herunterfahren, beim Starten oder Stoppen von Prozessen oder auch beim Verfügbarwerden des Netzes durchführen sollen.


Bild 1: Über die Personalisierungsgruppen des Environment Manager lassen sich einheitliche Parameter für mehrere Benutzerkonten festlegen.

Auf die gleiche Weise lassen sich auch Trigger wie Benutzerlogins und -logoffs, wiederverbundene Sessions und ähnliches nutzen, um Aktionen anzustoßen. Beim Login unterscheidet das System sogar zwischen drei unterschiedlichen Phasen, nämlich "Pre-Session", "Pre-Desktop" und "Desktop Created". Mit Hilfe der genannten Einträge können die Verantwortlichen ihren Systemen folglich genau vorgeben, was sie wann zu tun haben. So lässt sich beispielsweise eine Policy denken, die nach dem Systemstart eines verwalteten Computers zunächst einmal die IP-Adresse abfragt und dann, wenn diese in einem bestimmten Bereich liegt, ein Netzwerk-Share einbindet. Genauso ist es auch möglich, die Anwender davon abzuhalten, Netzwerkeinstellungen zu modifizieren, ihre Browser-History zu löschen oder einzelne Tasten, wie zum Beispiel "Print Screen", zu blockieren. Die Regeln umfassen also sehr mächtige Funktionen.

Zu diesem Zeitpunkt machten wir uns aber zunächst einmal daran, unseren Test-Client unter Windows 7 zu der DesktopNow-Umgebung hinzuzufügen. Dazu öffneten wir das Management Center und trugen das Testsystem manuell mit seiner IP-Adresse in die Liste der verwalteten Computer ein. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, Rechner aus der Domäne zu integrieren.


Bild 2: Der Environment Manager unterstützt auch das Personalisieren von Anwendungen.

Sobald das erledigt war, konnten wir mit der rechten Maustaste auf den Eintrag des Test-Clients klicken und über den Befehl "Install Deployment Agent" den Management-Agenten von DesktopNow installieren. Dieser übernahm dann später die Aufgabe, den Environment Manager-Agenten auf den Client herunterzuladen und ihn dort einzuspielen. Das gleiche gilt für die von uns im Netz bereitgestellten Konfigurationen.

    Seite 1: Die Arbeit mit dem Environment Manager
    Seite 2: Die Konfiguration des Migrations-Jobs


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11.04.2017/Dr. Götz Güttich, Institut zur Analyse von IT-Komponenten (IAIT)

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