Eleganter ist die Sicherung direkt über den ESX-Server, wo ein Backup-Werkzeug alle Sicherungsaufträge koordinieren kann. Der große Vorteil: In diesem Fall ist nur eine Software zu überwachen, zu pflegen und zu lizenzieren. Genau hier setzt vRanger Pro 3.2.8 an. Der Mehrwert des Tools liegt in der sinnvollen Kombination eigener Routinen mit den Funktionen, die der ESX-Server und das zu sichernde Gastbetriebssystem von Haus aus mitbringen. Hinzu kommt eine gut zu bedienende Grafikoberfläche, mit der sich Standardsicherungsszenarien schnell und komfortabel realisieren lassen. Das Programm nutzt ferner das VMware Consolidated Backup (VCB), um die virtuellen Maschinen optional auch LAN-less sichern zu können. Das Snapshot-Verfahren hilft dabei, einen konsistenten Zustand der VMDK-Dateien herzustellen. Zusätzlich steht bei Windows-Gastsystemen der Volume Shadow Copy Service (VSS) zur Nutzung bereit. Außerdem ist es möglich, den Backup-Job mit Start- und Stopp-Skripten auf dem Gast zu kombinieren, um dort beispielsweise für die Dauer der Sicherung eine Datenbank zu stoppen.Fazit
Technisch erweist sich vRanger Pro als sehr elegante und leistungsfähige Backup-Lösung für VMware ESX-Server, die vor allem hinsichtlich der Sicherung der Betriebssystempartitionen anderen Verfahren deutlich überlegen ist. Vorteilhaft gestaltet sich auch, dass sogar die lizenzierte Version von ESXi 3.5 unterstützt wird. Optimierungsbedürftig ist allerdings die GUI, da manche Parameter einfach zu umständlich anzuwählen sind. Unschön ist zudem, dass sich die Arbeitsfortschritte der einzelnen Aufträge nur schlecht abschätzen lassen. Wenn es um die Steuerung von hundert und mehr virtuellen Maschinen geht, ist es nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Aus Kostensicht erscheint uns vRanger vor allem dann sehr interessant, wenn sich dadurch beispielsweise eine entsprechende Software für Image-Backups oder eine DR-Option auf Gastseite einsparen lässt. Für Datei-basierte Wiederherstellungen ist vRanger nur bedingt geeignet, da das Verfahren sehr zeitintensiv ist.
Den ausführlichen Test der Software finden Sie in Ausgabe 05/2009 ab Seite 18.



