Fachartikel

Video-Workshop: Systeme sicher administrieren (I)

Die Software "Open Management Architecture" vereinfacht das sichere Administrieren von Computern. Das beginnt beim Booten vom Netz und endet mit der Nachverteilung von Software. Wenn beim Booten vom Netz Mac OS X Leopard Probleme macht, steht eine genaue Fehleranalyse an. Diese fällt einfacher aus, wenn sich der Bootvorgang als Video aufzeichnen lässt. Wie Sie das bewerkstelligen und was Sie aus den Mitschnitten lernen, zeigt Ihnen der erste Teil unseres Video-Workshops.
Im ersten Teil unseres Video-Workshops zeigen wir Ihnen, wie sich selbst vom Bootvorgang Mitschnitte anfertigen lassen
Wenn das Mitschneiden von Windows, Linux, MacOS X und Solaris erst dann beginnt, wenn die Systeme bereits gestartet sind, ist es für die Administration schon zu spät. Mit Hilfe des Gerätes DVI2USB beweist AROSOFT, wozu das Produkt Open Management Architecture (OMA) in der Lage ist und hilft willigen Anbietern bei der Fehlersuche. Bei Computern können Sie sich nur bedingt aussuchen, wo es zu einer Anzeige an einem Bildschirm kommt. Monitore an seriellen Schnittstellen oder gar Drucker als Anzeigeeinheit haben schon lange ausgedient. Seit den 80er Jahren gibt es als Schnittstelle zum Monitor das VGA (Video Graphics Array). Erst in den letzten Jahren haben sich DVI (Digital Visual Interface) und HDMI (High Definition Multimedia Interface) dazugesellt. Grafikkarten die sowohl einen VGA- als auch einen DVI-Anschluss haben sind in Notebooks eher unüblich. Um einen externen Monitor an einen Notebook anzuschließen, muss überprüft werden, ob es ein VGA-, DVI- oder HDMI-Kabel sein darf. Gibt es nur den HDMI-Ausgang, reicht der mitgelieferte Adapter, um DVI-Monitore anzuschließen. Ein VGA-Signal kann dagegen an einem HDMI-Ausgang nur noch über einen Konverter erzeugt werden.

Keine Chance auf einen filmischen Mitschnitt der Bildschirmausgaben gibt es bei Pocket-PCs. Im Fall des nur durch Treiber angesteuerten externen Monitor-Anschlusses unseres iBook G4 Notebooks kann der Mitschnitt erst beginnen, wenn MacOS X den Treiber geladen hat. Um das Booten von MacOS X komplett mitzuschneiden, müssen wir auf einen Mac mini zurückgreifen, der als PC über eine Grafikkarte mit DVI-Ausgang verfügt. Problematisch sind auch Grafikkartentreiber, die beim Notebook die Ausgabe der Grafik auf den externen Monitoranschluss einfach abschalten. In der Summe der Möglichkeiten bleibt die Chance, entweder ein VGA- oder ein DVI-Signal mitzuschneiden. Bei der Suche nach einem externen Gerät, das in der Lage ist beide Signale mitzuschneiden, sind wir auf ein Produkt der Firma Epiphan Systems gestoßen, deren Geräte in Deutschland durch Dimeso [1] vertrieben werden.

Das DVI2USB ist ein kleiner Kasten, der über einen DVI-Eingang verfügt. Mit Hilfe des VGA2DVI-Kabels und eines VGA-Splitters kann das DVI2USB als Kamera an VGA-Ausgänge angeschlossen werden. Der mitgelieferte VGA-Splitter erlaubt den parallelen Anschluss eines VGA-Monitors. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen DVI-Kabel können Computer angeschlossen werden, die nur noch einen DVI-Ausgang haben, wie etwa der Mac mini. Ein DVI-Splitter gehört nicht zum Lieferumfang. Das Signal, das am DVI-Eingang des DVI2USB ankommt, wird – wie der Name schon vermuten lässt – als Folge von Bildern auf dem USB-Ausgang des Geräts ausgegeben. Logischerweise fehlt dann nur noch ein Computer, der die gelieferten Bilder in einer Datei aufzeichnet. Das folgende Bild zeigt links den aufzuzeichnenden Computer (Schauspieler) und rechts den aufzeichnenden Computer (Kameramann). Dazwischen ist das DVI2USB angeschlossen (Kamera).


"DVI2USB" fungiert als Kameramann zwischen zwei Rechnern und zeichnet Systemvorgänge wie das Booten auf

Alternativ bietet Epiphan weitere externe Frame-Grabber an, die nur VGA oder nur DVI mitschneiden, oder die zwei VGA- beziehungsweise zwei DVI-Signalquellen parallel aufzeichnen können. Im Angebot sind auch Geräte, bei denen sich die Signalaufzeichnung des externen Frame-Grabber per Netzwerk über einen Browser steuern lässt.

Software installieren
Das Signal des DVI2USB verschwindet ungesehen am USB-Eingang des aufzeichnenden Computers, wenn es keine Software gibt, die das Signal versteht. Von der Firma Epiphan wird eine Aufzeichnungssoftware für Windows, MacOS X und Linux angeboten. Wir haben die Software für Windows und für MacOS X direkt von der Webseite des Anbieters [2] heruntergeladen. Für beide Produkte besteht die Möglichkeit, eine unbeaufsichtigte Silent-Installation durchzuführen. Da wir jedes zur Verfügung stehendes Notebook als Aufzeichnungsgerät verwenden wollen, werden beide Software-Downloads in OMA als Softwarepakte abgelegt. Beim Bespielen des iBook ist die Software damit automatisch enthalten und kommt Windows XP auf ein neues Notebook, kann die Filmarbeit sofort beginnen. Für beide Welten setzen wir für die filmische Nachbearbeitung die Software Quicktime Pro ein. Mit diesem Ansatz standen uns nun genügend Kameramänner bereit, die nur auf den Anschluss des externen DVI2USB warten.

Da es in diesem Workshop um Filme geht, sollte auch gleich die Silent-Installation der Software DVI2USB gefilmt werden. Im normalen Leben eines OMA-Client ist die Anzeige des Installationsskripts eines Softwarepaktes zwar nicht üblich, aber zu bewerkstelligen. Film I-1 zeigt in Echtzeit die Installation der DVI2USB Software unter Windows XP. Damit Sie sich diesen Film auch ansehen, verzichten wir auf den Abdruck der Installationsprozedur des OMA-Softwarepaketes.




Die Auflösung, mit der das Bildschirmsignal arbeitet und die Anzeigegeschwindigkeit von Text und Bildern entscheiden, was im Mitschnitt zu sehen ist. Aufgezeichnet werden per Voreinstellung maximal 30 Bilder pro Sekunde. Landen die Bilder unkomprimiert auf dem aufzeichnenden PC, wird nur bei einer Auflösung von 800x600 Pixeln die Rate von 30 Bildern auch erreicht. Bei höheren Auflösungen sind es weniger Bilder pro Sekunde. Bei 1600x1200 Pixeln sinkt die Bildfrequenz der DVI2USB Software sogar auf 5 Bilder pro Sekunde. Das liegt nur an der Voreinstellung der DVI2USB Software. Sie sollten unbedingt einen der rund 15 Komprimierer auswählen, der die Bilderflut packt, bevor die Software die Daten in einer .avi-Datei ablegt.


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23.09.2009/ln/Andreas Roscher

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