Die zentrale Rolle bei der Planung und Installation der Komponenten der IT-Infrastruktur sowie der Konfiguration, Verwaltung und Pflege kommt dem Systemadministrator zu. Je nach Unternehmensgröße und Komplexität der IT-Strukturen ist der Administrator auf unterschiedliche Schwerpunkte wie Betriebs- oder Speichersysteme, Netzwerke oder Datenbanken spezialisiert. In kleinen Unternehmen sind Systemadministratoren in der Regel für das Management der gesamten IT-Infrastruktur verantwortlich.
IT im Wandel
Unabhängig vom Verantwortungsbereich ist es für jeden Systemadministrator entscheidend, sich neben der Verwaltung der existenten Infrastruktur über neue Produkte und Services zu informieren und hinsichtlich aktueller Technologien auf dem Laufenden zu bleiben. In den letzten Jahren hat sich hier einiges getan: Die Anforderung, über technologische Strategien wie Virtualisierung, Konsolidierung und Zentralisierung Bescheid zu wissen, ist mittlerweile in jeder Stellenausschreibung aufgeführt. Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs im Rechenzentrum werden unter dem Stichwort Green-IT bereits großflächig umgesetzt, genau wie Strategien für intelligentes und sicheres Datenmanagement. Aufkommende Konzepte wie Cloud Computing und dynamische Infrastrukturen stehen erst am Anfang der Entwicklung. IT-Experten sprechen davon, dass nach dem Centralized Computing der 60er Jahre und dem Client-Server-Modell der 80er mit dem Cloud Computing eine neue Ära in der IT begonnen hat. Das unterstreicht die Notwendigkeit für den Systemadministrator, sich fortlaufend in neue Aufgaben und Anwendungsgebiete einzuarbeiten.
Jeder muss ran
Nicht nur bei einem Stellenwechsel ist es wichtig, sich in aktuellen IT-Trends auszukennen. Systemadministratoren, die sich nur auf ihre aktuell gültigen Systeme verlassen, können keine Alternativen zu ihrer aktuellen Strategie abwägen, sondern laufen immer Gefahr, auf eingetretenen Pfaden zu wandern und den Anschluss zu verpassen. Was passiert jedoch, wenn plötzlich die Roadmap des Herstellers der bewährten Systeme abreißt? Wenn Virtualisierung von IT-Unternehmensressourcen großgeschrieben wird und flexible Antworten schnell gefunden werden müssen? Was, wenn die Zukunft des Herstellers auf dem Spiel steht – oder sogar eine Übernahme des eigenen Unternehmens mit ungewisser Zukunft droht?
Von solchen Extrem-Szenarios einmal abgesehen, ist die Bereitschaft eines Administrators, zu lernen und sich weiterzubilden, in erster Linie eine Investition in sich selbst – und natürlich profitiert auch das Unternehmen davon. Der informierte Administrator hat die Chance, sich als kompetenter Berater rund um alle IT-Fragen zu positionieren – und wird als solcher zunehmend wertgeschätzt. Bei der kürzlich vorgestellten CIO-Studie "Die neue Stimme des CIO" wurden weltweit 2.500 CIOs zu ihren Zielen und Anliegen befragt. Auf die Frage, welches die wichtigsten Faktoren sind, die die IT-Organisation in den nächsten drei Jahren beeinflussen, rangierte die Angabe "People Skills" unter den Top 5 der Antworten. Die Management-Ebene in den Unternehmen hat erkannt, dass jeder einzelne Arbeitnehmer dem Unternehmen einen Mehrwert bietet und dass es auf die richtige Auswahl der Kompetenzen für eine erfolgreiche IT-Organisation ankommt.
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