Fachartikel

Anwenderbericht: Clientmanagement bei der Playcom GmbH

Mit ihren 50 Mitarbeitern zählt die Playcom Software Vertriebs GmbH sicher nicht zu den großen Konzernen. Doch in seiner Branche gehört der Großhändler von Computer- und Videospielen zu den Top-3-Anbietern. Unser Anwenderbericht zeigt, welchen Herausforderungen sich das Unternehmen beim Management der Clients gegenübergestellt sieht und welche Tools der Händler zur automatisierten Installation von Betriebssystemen und Software sowie zur Remote-Wartung einsetzt.
Für den in Erfurt ansässigen Spiele-Distributor Playcom lohnt sich Clientmanagement schon ab 50 Arbeitsplatz-PCs
Playcom wurde 1992 gegründet und ist seit 1999 in Erfurt ansässig. Das Unternehmen gehört heute zu den bedeutendsten Großhändlern für Computer- und Videospiele, BluRay-Discs, DVDs und Spielekonsolen in Deutschland. 50 Mitarbeiter in Verwaltung und Lager sorgen mit ihren PC-Arbeitsplätzen unter Windows XP, einem selbstentwickelten Warenwirtschaftssystem und Windows-Servern-2003 dafür, dass die jährlich rund 80.000 Sendungen des Distributor innerhalb von maximal 24 Stunden bei ihren Empfängern sind.

Dass mit zunehmendem wirtschaftlichen Erfolg und dem damit verbundenen Unternehmenswachstum auch die IT zu einer immer größeren Herausforderung wurde, musste auch Geschäftsführer Stefan Anders feststellen. Denn während sein Partner Wolfgang Myrth die selbstentwickelte Warenwirtschaft pflegt, verantwortet Anders die übrige IT-Infrastruktur des Distributors. Und die sorgte dafür, dass bei dem Verantwortlichen keine Sekunde Langeweile aufkam.

Wachstum fordert Automatisierung von Prozessen
"Wir hatten bis zum Frühjahr 2009 eine IT-Umgebung aus Netware-Servern und Arbeitsplätzen mit Windows NT 4 und waren eigentlich sehr zufrieden damit", erklärt Stefan Anders. "Aber letztlich hat uns der technologische Fortschritt dazu gezwungen, unsere IT auf einen aktuellen Stand zu bringen." Zum größten Sorgenkind wurde bei Playcom dabei das inzwischen betagte Betriebssystem Windows NT 4 der Arbeitsplatz-PCs, das beispielsweise keinen aktuellen Acrobat-Reader mehr unterstützte. Auch konnte der Internet Explorer 5.5 für den B2B-Händler wichtige Webseiten nicht mehr korrekt darstellen. "Wir haben uns daher entschlossen, unsere Server von Netware auf Windows 2003, unsere NDS auf das Active Directory und unsere PCs von NT 4 auf Windows XP zu migrieren", fährt Anders fort. Da das bisheriges Clientmanagementsystem Zenworks nur unzureichend mit dem Active Directory zusammenarbeitet, suchte Playcom nach einer Alternative, um einerseits den Rollout der neuen Arbeitsplätze zu erleichtern und andererseits bei der täglichen Administration die Funktionslücken der Gruppenrichtlinien des Windows-Servers zu füllen.

Nähe zum Hersteller wichtig
Auf der Suche nach einem geeigneten Clientmanagementsystem informierte sich Anders zunächst über Fachzeitschriften und die Websites verschiedener Hersteller über deren Produkte. Ein positiver Testbericht brachte ihn schließlich auf das Produkt ACMP von Aagon Consulting, das er daraufhin in einer Testinstallation näher unter die Lupe nahm. "Ich habe mich letztlich für ACMP und dessen Schwesterprodukt ACK entschieden, da die Software einerseits über alle notwendigen Funktionen verfügt und diese sauber integriert zu einem attraktiven Preis zur Verfügung stellt", erläutert der Playcom-Geschäftsführer seine Entscheidung. Auch die Nähe zum Hersteller war dem Unternehmen wichtig. Denn bei einem deutschen Unternehmen war nicht zu befürchten, im Problemfall irgendwo in den USA oder Frankreich in einer Callcenter-Warteschleife zu versauern.

Silent Setup versus Imaging
Nachdem die Entscheidung gefallen war, ging das Migrationsprojekt in die heiße Phase. Zunächst konnte Playcom rund 75 identische moderne Rechner sowie einige Server zu einem attraktiven Preis beschaffen. Dann machte sich Stefan Anders daran, in ACK verschiedene Rechnergruppen zu definieren und Pakete zur Verteilung der benötigten Software zu erstellen. Besonders begeistert war der Chef-Administrator dabei von der flexiblen Kombination aus einem Silent Setup des Betriebssystems mit anschließender individueller aber automatisierter Softwareverteilung. "Früher hatten wir ein Image mit Betriebssystem und Software, das wir auf neue Rechner eingespielt haben – und dann war Handarbeit angesagt", erinnert sich Anders zurück. Heute muss der IT-Verantwortliche nur die MAC-Adresse des Zielrechners eintragen, das Gerät einer Gruppe zuweisen und den PC einschalten. Nach dem Booten über das Netzwerk ist der Rechner nach zirka eineinhalb Stunden ohne weiteres Zutun komplett eingerichtet.


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20.01.2010/ln/Georg von der Howen

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