Fachartikel

Seite 2 - Anwenderbericht: Thin Client Computing beim Weltbild Verlag

WLAN sorgt für mobile Arbeitsplätze
Die Einsatzflexibilität der Thin Clients findet Ausdruck in zahlreichen Anwendungsszenarien. Im Bereich zur Filialbelieferung, aber auch im Wareneingang der Logistikabteilung, sind die Geräte beispielsweise samt TFT-Monitor, Tastatur und USB-Handscanner auf speziellen Rollwagen, sogenannten Buggies, montiert. Der Zugriff von diesen mobilen Arbeitsplätzen auf die zentralen Daten und Anwendungen im Augsburger Rechenzentrum erfolgt via WLAN, das seit 2008 flächendeckend auf dem gesamten Campus verfügbar ist. Hoch über den Köpfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden sich ebenfalls Thin Clients: Auf je zwei simultan angeschlossenen Monitoren zeigen die serienmäßig Dualview-fähigen Computing-Geräte unter anderem die aktuelle Versandcharge an.


Bild 2: Auf Buggies sind die mit Thin Clients ausgestatteten Arbeitsstationen auch mobil unterwegs und stehen über WLAN mit dem Netzwerk in Verbindung

Mainframezugriff per Buzzer
Ebenfalls im Dualview-Modus arbeiten Geräte, die zur Visualisierung und Steuerung des Materialflusses dienen. Dabei kommt auch die in der Geräte-Firmware integrierte Terminalemulation Ericom PowerTerm zum Einsatz: Die modernen Terminals verbinden sich darüber mit dem IBM Mainframesystem ES/9000 und dem darauf laufenden, selbst entwickelten Warenwirtschaftssystem. Ein weiterer, außergewöhnlicher Anwendungsfall wurde nach einem Kernel-Update der Linux-Firmware möglich: Über einen großen Druckknopf (Buzzer) lassen sich an den Paket- und Versandstationen Lieferdokumente und Etiketten anfragen, die bei Bedarf binnen Sekundenbruchteilen im Rechenzentrum generiert und an der Station über den Netzwerkdrucker ausgedruckt werden. Der Buzzer wird über einen der USB-Anschlüsse als Ein-Tasten-Tastatur und Hotkey angesprochen. Bei Betätigung erfolgt die entsprechende Anfrage an das Warenwirtschaftssystem.

Stabil und skalierbar
Die lüfterlosen Thin Clients trotzen selbst der kartonstaubhaltigen Umgebung. Bis auf sieben sind inzwischen alle Einzel- PCs der Versandabteilung ersetzt worden. Gaschler zieht eine positive Zwischenbilanz: "Bis heute hatten wir bei den Thin Clients keinen Hardwareausfall zu verzeichnen." Erfreulich ist zudem das Feedback aus der Supportabteilung, die durch die IT-Zentralisierung ebenfalls entlastet wurde."Das neue Gesamtsystem ist stabil und skalierbar", resümiert Gaschler."Wir rechnen mit einer geplanten Einsatzdauer der Thin Clients von fünf Jahren. Für alle Fälle halten wir aber auch komplette Arbeitsplätze vor. Ein Austausch dauert nur wenige Minuten. Unmittelbar nach dem Anschluss an das Netzwerk holt sich der Thin Client seine Konfiguration automatisch vom Management-Server und der Arbeitsplatz ist wieder einsatzbereit."

Geplante Ausweitung der Lösung
Ab 2011 möchte Gaschler endgültig keinen Fat Client mehr in seinem Zuständigkeitsbereich haben. "Dann wird es nur noch ein Betriebssystem geben, das sich mithilfe der IGEL-Managementsoftware mit Fail Safe Update-Mechanismus sicher und automatisch aktualisieren lässt." Im Vergleich zu früher haben sich die Management- und Betriebskosten stark reduziert. Im nächsten Schritt will Weltbild die optionale Smartcard-Lösung von IGEL testen. Administratoren könnten sich so an jedem Terminal schnell, sicher und ortsunabhängig auf dem System einloggen, um auf ihre laufenden Serversitzungen zuzugreifen. Auch stellt die Fähigkeit der Thin Clients, auf virtuelle Desktops zuzugreifen, für Dietmar Gaschler eine wichtige Zukunftsoption dar."Mit ihrem großen Funktionsumfang und der technologischen Offenheit bildet das Thin Client Computing für uns einen Standard für künftige IT-Projekte."


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21.07.2010/ln/Hans-Peter Bayerl

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