Grundlagen

Log-Management

Mit Virtualisierung und Cloud-Umgebungen wächst üblicherweise die Zahl der Server und Dienste. Wenn alle diese ihre Aktivitäten protokollieren, sieht sich der Administrator einer immer größeren Menge an Log Files gegenüber. Log-Management hilft hierbei den Überblick zu behalten.
Wer Ordnung in den Wust seine Logs bringen möchte, braucht leistungsfähige Management-Tools, die dabei helfen, Log-Daten zu sammeln und auszuwerten. Je nach Anforderung gibt es dafür verschiedene Lösungen.

Zunächst einmal stellt sich die Frage nach der Qualität der geloggten Daten. Am einfachsten sind in jedem Fall Log-Dateien im Textformat zu verarbeiten. Nicht nur Windows setzt aber bei seinem Event-Log auf Binärdaten, auch das moderne Linux-Init-System Systemd verwendet mittlerweile Binär-Logs - sehr zum Leidwesen vieler Administratoren.

Bei Linux- und Unix-Systemen gibt es mit Syslog einen Quasi-Standard, der es erlaubt, von verschiedenen Diensten die Log-Daten an einen zentralen Service zu schicken. Da diverse Syslog-Implementierungen wie Rsyslog netzwerkfähig sind, kann dies auch ein zentraler, darauf spezialisierter Server übernehmen - der erste Schritt zum Log-Management. So schicken etwa Mailserver wie Postfix ihre Protokoll an Syslog, das daraus eine Log-Datei macht. Weitere Tools wie Logrotate sorgen dafür, dass beispielsweise für jeden Tag eine neue Datei angefangen wird. Das funktioniert beispielsweise auch mit dem Apache-Webserver, der aber seine Logs lieber selber auf die Platte schreibt.

Noch komfortabler wird die Sache, wenn zum Log-Management  spezialisierte Software zum Einsatz kommt. Sie beherrscht im Optimalfall verschiedene Log-Formate, normalisiert die Daten und speichert sie zur späteren Auswertung ab. Sie bietet die Möglichkeit, Log-Daten nach bestimmten Kriterien zu filtern und zu sortieren. Auch eine Suche ist oft Bestandteil des Funktionsumfangs. Um die Logs verschiedener Programme zu verarbeiten, bringt Log-Management-Software meist Parser mit, die das jeweilige Format verstehen. Ist ein Format nicht unterstützt, kann der Anwender oft mit Regular Expressions Regeln schreiben, die Log-Zeilen verarbeiten.

Im Bereich von Security-Software hat sich hierbei noch eine weitere  Spezialisierung ergeben, das Security Incident und Event Monitoring (SIEM). Hierbei werden Logs und andere Event-Quellen überwacht, korreliert und mit Mustern in einer Datenbank verglichen, um möglichen Einbrüchen und anderen Sicherheitsproblemen auf die Spur zu kommen. Ein Beispiel aus der Open Source-Welt ist OSSIM, das mit AlienVault ein kommerzielles Gegenstück besitzt.

Eventkorrelierung ist auch in anderen Fällen nützlich, zum Beispiel beim Performance-Monitoring. Dazu gibt es beispielsweise die kostenlose Lösung Simple Event Correlator [1], die Log-Dateien überwacht, auf vom Anwender vorgegebene Muster untersucht und gegebenenfalls mit anderen Log-Daten korreliert.

In der Open Source-Welt gibt es für Log-Management eine große Auswahl an Programmen wie Logstash, Octopussy oder Graylog (siehe dazu IT-Administrator 03/2015 [2]), doch auch Monitoring-Systeme können diese Aufgabe übernehmen. Neben kommerziellen On Premise-Lösungen bieten Hersteller heute auch häufig Log-Management als Service an. 
12.03.2015

Nachrichten

HPE baut hyperkonvergentes Portfolio aus [22.03.2017]

HPE hat auf der CeBIT 'HPE SimpliVity 380' angekündigt, die erste hyperkonvergente Infrastruktur mit SimpliVity OmniStack auf HPE-Servern. Am 17. Februar hatte HPE die Akquisition von SimpliVity abgeschlossen. Die Neuvorstellung vereint jegliche benötigte Infrastruktur und Daten-Services auf dem laut HPE weltweit meistverkauften Server, dem HPE ProLiant DL380. [mehr]

Lang hingucken [13.03.2017]

ViewSonic stellt mit dem 'VA2719SH' einen neuen, großformatigen Monitor für den Einsatz im Büro vor. Das neue Modell misst 27 Zoll und bietet Full-HD-Auflösung (1920 x 1080). Das IPS-Panel im Format 16:9 leistet eine Helligkeit von 300 cd/qm und einen Kontrast von 1.000:1. [mehr]

Tipps & Tools

Alternative zum Windows-Startmenü [24.03.2017]

Für Power-User von Windows und IT-Profis ist eine leistungsfähige Menüauswahl sehr wichtig. Ein Blick auf das kostenfreie Tool 'Startmenü X' kann deshalb nicht schaden – das Programm ersetzt das Windows-Startmenü durch eine umfangreicher ausgestattete Alternative. Mit der Startmenü-Erweiterung lässt sich zunächst die Größe der Einträge ändern sowie das Startmenü an einem beliebigen Ort platzieren. Weiterhin können Sie über Register den Zugriff auf Programme, Quick-Start-Shortcuts oder Autorun-Applikationen gewähren. [mehr]

Netzwerknamen unter Windows 10 ändern [23.03.2017]

Wer in der Systemsteuerung von Windows bei dem oder den LAN-Adaptern einmal die Einstellungen überprüft, dem wird schon aufgefallen sein, dass die vom System vorgegebenen Netzwerknamen unter Windows mit 'Netzwerk' oder 'Netzwerk1' nicht gerade besonders aussagekräftig sind. In den älteren Windows-Versionen ließ sich das mit wenigen Mausklicks ändern. Unter Windows 10 hingegen müssen Sie mit ein paar kleinen Eingriffen über die Registry nachhelfen. [mehr]

Buchbesprechung

Datenschutz-Grundverordnung

von Niko Härting

Anzeigen