Gezielt auf Postfächer oder E-Mails kann nicht zugegriffen werden. Acronis Recovery für Microsoft Exchange addressiert dieses Problem und fokussiert sich nur auf die Inhalte einer Exchange-Datenbank. Wir haben in einem achtwöchigen Test einen Informationsspeicher mit fünf Postfächern, rund 12.000 E-Mails in einem 3,26 GByte großen Informationsspeicher – sowohl auf einem UNC-Pfad als auch per FTP – gesichert.
FazitExchange ist und bleibt ein mächtiges Produkt, das sich nur widerwillig durch Fremdsoftware beeinflussen lässt. Acronis hat mit Recovery für Microsoft Exchange eine Lösung geschaffen, die in sich stimmig, gut zu bedienen und zuverlässig ist. Aber bis es auch hier einmal so weit ist, dass Sicherung und Rücksicherung fehlerfrei arbeiten, braucht es immer noch einen Administrator mit Kenntnissen zu Exchange und Windows. Die notwendigen Konfigurationen der Systeme, auf die im Handbuch gut hingewiesen wird, sind nichts für einen unerfahrenen Administrator – dafür ist das Thema zu heikel.
Im Test hat die Software zuverlässig gearbeitet – Exchange-Daten gesichert und zurückgespielt – und sie ist im Verhältnis zu anderen Lösungen sehr gut zu bedienen. In jedem Fall sollte vor dem produktiven Einsatz von Recovery für Microsoft Exchange vorab ein wenig geübt werden, damit im Ernstfall auch wirklich die Rücksicherung nicht Stunden oder Tage dauert. Hierzu bietet sich sehr gut eine virtuelle Testumgebung an.
Die selektive Rücksicherung von Objekten wie E-Mails, Kontakten, Aufgaben und Kalendereinträgen hat im Test begeistert. Ebenso die Flexibilität, den ganzen Informationsspeicher an komplett anderen Orten wieder verfügbar zu machen. Die Einfachheit der Bedienung, die deutsche Benutzeroberfläche und die Zuverlässigkeit der Software lassen uns den Wermutstropfen erfolglos suchen. Wer auf den Einsatz inklusive Rücksicherung vorbereitet ist, kann – wie der Hersteller verspricht – die Verfügbarkeit eines voll funktionsfähigen Exchange-Servers nach einem Ausfall wirklich in weniger als einer Stunde schaffen.
Den ausführlichen Test der Software finden Sie in Ausgabe 01/2009 ab Seite 14.




