Fachartikel

Im Test: Shavlik NetChk Protect 7.1

Ein aktueller Patchstand auf allen PCs und Servern im Unternehmen ist ein unverzichtbarer Schutz gegen die ständigen Wurmattacken und Hackerangriffe. Mit NetChk Protect gehört Shavlik seit Jahren zu den führenden Anbietern für Patchwerkzeuge und verspricht mit der neuen Version 7 noch mehr Flexibilität im Einsatz. So deckt das Programm auch die Funktionen Antivirus sowie Antispy ab und versucht sich zudem beim Asset Management. IT-Administrator hat das Gesamtpaket einmal genau unter die Lupe genommen.
Patches verteilen, Bedrohungen abwehren: Die zentralen Aufgaben von "NetChk Protect 7.1"
Die Kernkompetenz von Shavlik liegt schon seit Jahren beim Patchmanagement im Windows-Umfeld. Das kommt nicht von ungefähr, denn Shavlik war maßgeblich an der Entwicklung der in Windows integrierten Updateprozesse beteiligt, so dass umfassendes Knowhow vorhanden ist. Mit seinem Produkt NetChk Protect 7.1 (NCP) verfolgt Shavlik mittlerweile mehrere Strategien. So will der Hersteller deutlich mehr Komfort, Umfang und Flexibilität beim Patchen bieten als Microsoft mit seinem kostenlosen WSUS. Außerdem hat Shavlik damit begonnen, weitere aus Client-Sicht wichtige Funktionen zu integrieren, mit dem Ziel, dem Administrator die Arbeit zu erleichtern.

Mit NCP soll der Administrator nur ein Werkzeug und eine zentrale Management- Konsole bedienen müssen, um zu patchen, Viren und Spyware fernzuhalten sowie die Ausstattung der Clients zu inventarisieren. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass statt mehrerer Agenten auf den Endsystemen nur einer notwendig ist, wobei das Patchen sowie das Asset Management alternativ auch ohne Agenten auskommen.

Fazit
NetChk Protect überzeugt nach wie vor mit einem absolut leistungsfähigen Patchmanagement im Windows-Umfeld für das Betriebssystem selbst, für weitere Microsoft-Produkte sowie diverse weit verbreitete Programme. Die vielfältigen Funktionen erfordern allerdings eine gewisse Einarbeitung, und eine Einführung in einem Unternehmen setzt eine gezielte Planung voraus. Dabei ist NetChk Protect durch die Möglichkeit, sowohl mit mehreren Distributionsservern als auch mehreren Konsolen zu arbeiten, auch für sehr große Umgebungen geeignet.

Die Module Antivirus, Antispy sowie das ganz neue Asset Management zeigen durchaus den richtigen Weg auf, um die Anzahl der Werkzeuge, die für ein effizientes Clientmanagement erforderlich sind, sinnvoll zu reduzieren. Sie erscheinen uns aber insgesamt noch optimierungsbedürftig. Bei den Funktionen Antivirus und Antispy vermissen wir eine zentrale Statusübersicht, beim Asset Management die Möglichkeiten zur weiteren Nutzung und Verarbeitung der ermittelten Daten. Eine ganz andere Problematik bei derartig integrierten Lösungen ist natürlich die Tatsache, dass ein Unternehmen beispielsweise gerne mit NCP patchen möchte, aber einen anderen Virenscanner bevorzugt und vielleicht schon ein Werkzeug zur Softwareverteilung und Inventarisierung besitzt. Mit einem integrierten Werkzeug wird es sicher nicht einfacher, alle Kunden zufrieden zu stellen, wobei diese stets den gesamten Leistungsumfang von NCP bezahlen müssen.

Den ausführlichen Test der Software finden Sie in Ausgabe 01/2010 ab Seite 24.
7.01.2010/ln/Jürgen Heyer

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