Prinzipiell gehört das System, auf dem der WSP installiert wird, in eine DMZ mit entsprechendem Firewall-Schutz zum Internet und zum Firmennetz. Sehr positiv fällt hier auf, dass der WSP nicht nur für Windows verfügbar ist, sondern auch für Linux, Sun Solaris, HP-UX, AIX und Open-Unix, und das wiederum in Verbindung mit jeweils passender Hardware, also mit x86- und EM64T-Unterstützung sowie für Itanium, Sparc und PA-Risc. Außerdem ist RD VPN in Kombination mit dem HOB Secure Communication Server (SCS) erhältlich. Der SCS ist ein von HOB verschlanktes und gehärtetes Unix, das speziell auf den Einsatz als Plattform für den WSP zugeschnitten ist. SCS hat einen geringen Ressourcenbedarf und weist vom Betriebssystem her keine zusätzlichen offenen Ports auf. Letztendlich kann sich der Administrator für die für seine schon bestehende Umgebung am besten geeignete Plattform entscheiden und auch wählen, ob er den WSP von RD VPN zusätzlich auf einem schon bestehenden Server mit installiert oder alleinstehend womöglich mit SCS betreibt.
FazitHOB RD VPN erwies sich im Test als überaus flexibel einsetzbarer SSL-VPN-Client, der auch für die Nutzung mit vielen gleichzeitigen Verbindungen geeignet ist. Hervorzuheben sind die Einsatzbandbreite für verschiedene Aufgaben sowie die umfassende Betriebssystemunterstützung. Hinsichtlich der Funktionalität dürften kaum Wünsche offen bleiben, was eine besondere Stärke im Vergleich zu üblichen SSL-VPN-Gateways als Hardware-Appliance darstellt. Aus der Funktionsvielfalt ergibt sich aber auch, dass sich die Grundfunktionen zwar noch recht einfach konfigurieren lassen, dass aber gerade in Verbindung mit erweiterten Optionen eine umfassende Einarbeitung erforderlich ist. Wir können hier nur empfehlen, die Inbetriebnahme mit einem HOB-Partner zusammen durchzuführen und sich dann sukzessive einzuarbeiten.
Den ausführlichen Test der Software finden Sie in Ausgabe 05/2010 ab Seite 16.




