Fachartikel

Im Test: Net at Work Mail Gateway 7.5.71

Qualifizierte elektronische Signaturen sind eine zentrale Voraussetzung für den kostensparenden, elektronischen Rechnungsversand. Eine zuverlässige Verschlüsselung ist ebenso wichtig, wenn der Versand vertraulicher Informationen auf der Tagesordnung steht. Mit enQsig bietet Net at Work ein Mail Gateway an, das diese Aufgaben zentral übernimmt und so die einzelnen Anwender entlastet. IT-Administrator hat sich den Ablauf bei der Absicherung des Nachrichtenversands genauer angesehen und verrät, wo die Stärken und Schwächen der Software liegen.
Ohne dass der Anwender hierfür etwas tun muss, verschlüsselt "enQsig" E-Mails oder fügt Signaturen an
Bekannt geworden ist die Net at Work Netzwerksysteme GmbH aus Paderborn durch die Anti-Spam-Lösung NoSpamProxy. Noch relativ neu ist das Programm enQsig zur E-Mail-Verschlüsselung und zum Erstellen qualifizierter elektronischer Signaturen. Der Hersteller hat nun beide Produkte unter einem neuen Namen als Net at Work Mail Gateway vereint, so dass hierfür nur eine Installation notwendig ist. Nur die Lizenzierung bestimmt letztendlich, ob ein oder zwei Produkte aktiv sind. Nutzer beider Funktionen haben den Vorteil, dass so der Ressourcenbedarf geringer ist und die Konfiguration weniger Aufwand erfordert. Für diesen Test haben wir uns auf die Komponente enQsig konzentriert.

Die digitale Signatur bietet dem Empfänger die Sicherheit über die Authentizität des Absenders. Eine Verschlüsselung sorgt dafür, dass nur der Adressat eine Nachricht auch lesen kann. Zudem schreibt das Umsatzsteuergesetz eine Validierung durch eine qualifizierte elektronische Signatur beim elektronischen Rechnungsversand und auch bei der Übergabe an ein Archivsystem vor. enQsig erledigt diese Aufgaben automatisch. Die Aktionen, die das Gateway auf eine E-Mail anwendet, gliedern sich also in die zwei Bereiche S/MIME-Unterstützung zur Verschlüsselung von E-Mails sowie das Ergänzen und Verarbeiten qualifizierter elektronischer Signaturen.

Fazit
enQsig übernahm in unserem Test fehlerlos die E-Mail-Verschlüsselung und versah Nachrichten bei Bedarf mit einer qualifizierten elektronischen Signatur. Da das Werkzeug als SMTP-Proxy arbeitet, ist es erfreulich einfach in bestehende Mailumgebungen zu integrieren. Dadurch, dass das Gateway bestimmt, inwiefern Mails an bestimmte Adressaten signiert und/oder verschlüsselt werden, lassen sich entsprechende Unternehmensrichtlinien gezielt durchsetzen, ohne dabei von Aktionen der Mitarbeiter abhängig zu sein. Letztendlich spart sich ein Anwender damit auch den Aufwand, seine Mails mit einer qualifizierten elektronischen Signatur zu versehen. Allerdings vermissen wir die Möglichkeit, dass ein Anwender steuern kann, ob signiert und verschlüsselt wird oder nicht. Dieses Feature ist aber für eine spätere Version geplant.

Von Vorteil ist weiterhin die Möglichkeit, die im Gateway angelegten Benutzer unter anderem mit einem Microsoft Active Directory zu synchronisieren. Gefallen haben uns auch die insgesamt intuitive Bedienung und das gute Reporting mit einer Nachrichtenverfolgung, abgerundet durch eine detaillierte Dokumentation, die diverse Hinweise und Tipps zur Analyse und Fehlersuche gibt.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 09/2010 ab Seite 10.
6.09.2010/ln/Jürgen Heyer

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