Fachartikel

Im Test: NovaStor NovaBACKUP BE Virtual 12.5

Die Ansprüche an Backup-Werkzeuge werden immer umfassender - neben dem Sichern ganzer Server und Datenbanken ist in vielen Unternehmen auch das Kopieren von virtuellen Maschinen und das Online- Backup Pflicht. Wer dazu noch ein kostengünstiges und einfach in Betrieb zu nehmendes Produkt sucht, für den kommt unter Umständen NovaBACKUP BE Virtual in Frage. Als erstes deutschsprachiges Magazin haben wir das Programm unter die Lupe genommen.
NovaBACKUP sichert sowohl lokale Windows-Dateien, SQL-Server, Daten von Microsoft Exchange-Servern als auch VMware ESX-VMs und Hyper-V-Maschinen
Ob Anwenderfehler, Virenbefall, Diebstahl oder die begrenzte Haltbarkeit von Speichermedien – es gibt unzählige Bedrohungen, die die Verfügbarkeit wichtiger Daten im Unternehmen gefährden. Doch kaum eine Methode der Datensicherung vermag die Informationen der Anwender vor allen möglichen Szenarien zu schützen. Mit NovaBACKUP versucht der Anbieter NovaStor, ein möglichst breites Fundament für eine professionelle Datensicherung zu bereiten.

Neben lokalen Daten sichert die Software auch Microsoft SQL Server, Daten aus Exchange-Servern und versteht es, Hyper-V- und VMware ESX-Maschinen in die Sicherung mit aufzunehmen. Durch einen integrierten Virenscanner soll der Schutz von malignen Programmen wie Würmern, Trojanern und Computerviren in der Datensicherung zusätzlich erhöht werden.

Installation einfacher als erwartet
Viele professionelle Backup-Lösungen verlangen nach einer komplexen System-Umgebung inklusive Datenbanksysteme. Nicht so NovaBACKUP: Das knapp 170 MByte große Installationspaket luden wir über die Webseite herunter. Die Einrichtung beschränkt sich auf einen Doppelklick, die Auswahl des Zielverzeichnisses und die Selektion der verschiedenen Features der Software in der "Benutzerdefinierten Installation". Bei diesen Funktionen handelt es sich beispielsweise um die Erweiterung zur Sicherung von Hyper-V-Umgebungen. Nach wenigen Minuten war die Installation der Software selbst abgeschlossen und diese augenblicklich einsetzbar. Ein kleiner Assistent unterstützt den Erstanwender bei der Einrichtung der Benachrichtigungsoptionen – beispielsweise bietet die Software die Möglichkeit, Fehlerzustände und Übersichten per E-Mail an den Administrator zu schicken.

Die Oberfläche ist modern gestaltet und wirkt sehr aufgeräumt. Oben am Fensterrand entdeckt der Anwender die Register Start, Kopieren, Sichern, Wiederherstellen, Protokolle, Planen, Gerät, Löschen und Status. Das erste Register "Start" bietet einige Assistenten, die die Erstellung von Backup-Aufträgen für die eigene Workstation oder Ziele im Netzwerk vereinfachen. E-Mail bezieht sich im Konzept von NovaBACKUP stets auf die E-Mails in Outlook. Wer ein Handbuch sucht, wird sich vergeblich bemühen. Außer der Online-Hilfe, die stets eine Internetverbindung benötigt, gibt es keine weitere Dokumentation. Da die Hilfetexte von einigen sprachlichen Verirrungen abgesehen gut geschrieben sind und die Software sich im Großen und Ganzen intuitiv bedienen lässt, besteht aber nur ein geringer Bedarf an einem separaten Handbuch.

Fazit
Im Vergleich zu vielen anderen Backup-Programmen, wie beispielsweise der direkten Konkurrenz von Acronis oder Symantec, bietet NovaBACKUP BE Virtual deutlich schlankere Anforderungen und ist einfacher in der Bedienung. Bis zur Drucklegung dieser Ausgabe möchte der Hersteller bereits die Version 13 einführen. In dieser soll ein neues Imaging-Konzept mit neuen Funktionen wie dem Universal Restore die Leistungsfähigkeit weiter erhöhen. Zudem will sich der Hersteller mit der Wiederherstellung einzelner Dateien aus virtuellen Maschinen auseinandersetzen – bis dato ein echter Minuspunkt in der Software, die nur komplette virtuelle Maschinen wiederherstellen kann.

NovaBACKUP ist praktisch, günstig und leicht zu bedienen – eine brauchbare Software, die jedoch mit den beschriebenen Schwächen zu kämpfen hat. Die Automatisierung des Backups und die Wiederherstellung erfordern insgesamt nur ein geringes Maß an IT-Kenntnissen und sollten sich auch direkt durch den Anwender durchführen lassen.

Den ganzen Test finden Sie in Ausgabe 04/2012 ab Seite 18.
26.03.2012/Thomas Bär/ln

Nachrichten

Samsung will Stück vom SSD-Kuchen [23.05.2013]

Samsung beginnt mit der Auslieferung seines SSD-Modells 'SM843T', das für den Einsatz in Hochleistungsservern und Storage-Systemen konzipiert ist. Bei einer Kapazität von bis zu 960 GByte will der Hersteller das branchenweit höchste Leistungsniveau für SATA-6.0 SSDs bieten. [mehr]

Platz sparen durch Storage Tiering [22.05.2013]

PoINT gibt die Verfügbarkeit von Version 4.0 des 'PoINT Storage Manager' bekannt. Neu im aktuellen Release ist unter anderem ein dateibasiertes Storage Tiering, das inaktive Daten regelbasiert von teuren Primärspeichern entfernt und auf kostengünstige Sekundärspeicher auslagert. [mehr]

Turbo fürs Backup [21.05.2013]

Tipps & Tools

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser [26.04.2013]

Viele vom Hersteller beworbene Leistungswerte von IT-Komponenten werden in der Praxis nur selten erreicht, egal ob es sich dabei um den Breitband-Anschluss oder die Hardware-Spezifikationen handelt. Bei der Storage-Erweiterung sind es vor allem Festplatten und deren Performance, die im Mittelpunkt stehen. Mit dem kostenfreien Tool 'CrystalDiskMark' können Sie die Geschwindigkeit von HDDs oder SSDs messen und so Ihre ganz eigenen Rückschlüsse für die nächste Bestellung ziehen. [mehr]

Alignment für SSD-Betrieb prüfen [18.04.2013]

Beim Übergang von der HDD zur SSD ist das Thema Alignment in aller Munde. Weil aber die meisten Betriebssysteme den neuen Massenspeicher immer noch nach dem Sektoren-Modell der Magnetscheiben ansprechen, eine SSD aber gänzlich anders aufgebaut ist, muss der Anfang der SSD-Partition richtig ausgerichtet beziehungsweise durch Alignment angepasst sein. Ob dies der Fall ist, können Sie mit einem einfachen Befehl in der Kommandozeile feststellen. [mehr]

Buchbesprechung

Understanding IPv6, 3. Auflage

von Joseph Davies

Anzeigen