Fachartikel

Hybride Speicher und Datenschutz: So sorgen Sie für Compliance

Mit Big Data und dem Internet of Things kommen auf klassische Storage-Architekturen neue Aufgaben zu, denen sie immer weniger gerecht werden können – sie sind oft zu starr und unflexibel. Ein Ausweg könnte Enterprise File Sync & Share (EFSS) sein, das vorhandene und neue Speicher zu hybriden Strukturen zusammenführt. Wo liegen die Stärken eines EFSS-Systems und welche Faktoren insbesondere im Datenschutz spielen eine besondere Rolle? Lesen Sie dazu mehr in diesem Artikel.
Nicht alle Daten müssen in die Cloud. Bei einigen ergibt dies jedoch durchaus Sinn. EFSS hilft bei der Umsetzung.
Weltweit nehmen die Datenmengen durch Big Data oder Internet of Things zu. Bisherige Ansätze wie die exklusive Speicherung von Daten auf eigene Storage-Strukturen bedienen oftmals die neuen Anforderungen nur noch unzureichend. Besonderer Flaschenhals kann dabei das klassische Storage-Management werden. Ein Ende dieser Entwicklung ist bei einem globalen Gesamtdatenvolumen von 8,5 Zettabyte kaum absehbar – bis zum Jahr 2020 erwarten Marktforscher eine Steigerung auf 40 Zettabyte.

In Deutschland kommen zu dieser Entwicklung darüber hinaus auch noch verschiedene Auflagen des Datenschutzes hinzu. Wegen dieser besonderen Ausgangslage können Unternehmen nicht einfach den günstigsten Cloud-Storage-Anbieter wählen, sondern müssen explizit die Vereinbarkeit der einzelnen Lösungen mit den jeweils geltenden Vorschriften abgleichen.
Bei der Wahl zwischen Cloud- und On-Premise-Storage stehen Entscheider vor einem Dilemma. Während lokale Strukturen rasch an die Grenzen der eigenen Kapazität stoßen können, fehlt bei Cloud-Angeboten die Nachvollziehbarkeit des konkreten Speicherorts der manchmal unternehmenskritischen Daten. Die Nachvollziehbarkeit der Ablage ist allerdings je nach Branche und Art der Daten aufgrund von staatlichen oder unternehmensinternen Regularien erforderlich. Deswegen kommen hier Cloud-Anbieter mit Speicherorten außerhalb der Europäischen Union, beispielsweise US-Provider, nicht in Frage.

Flexibilität und Sicherheit
Die Frage, ob bei der Datenspeicherung mehr Flexibilität oder mehr Sicherheit gewünscht wird, lässt sich auf einfache Weise beantworten: beides, denn beides ist für die Unternehmen von zentraler Bedeutung. Der Ansatz, um hier die Bedürfnisse der Kunden erfolgreich zu adressieren, heißt Enterprise File Sync & Share (EFSS). Mit EFSS sind die Vorteile beider Welten verfügbar. Hier können weniger sensible Daten in die Cloud wandern, die automatisch mit den Anforderungen mitwächst. Unternehmenskritische Daten hingegen sind auf lokalen Strukturen besser aufgehoben. Mit einer Policy Engine, wie sie beispielsweise Syncplicity anbietet, können Administratoren Richtlinien zur Behandlung verschiedener Datentypen festlegen.

Bei global agierenden Unternehmen lassen sich Daten so automatisch auf den Servern oder Cloud-Diensten der einzelnen Regionen speichern, während sie den länderübergreifenden Arbeitsgruppen zur Verfügung stehen. Der Unterschied zum klassischen Administrationsansatz, bei dem dies prinzipiell auch zu bewerkstelligen ist, ist die Automation sowie der bessere Überblick über die vorhandenen Daten. Nebenbei umgehen Unternehmen so auch überflüssige Redundanzen. Ein Aspekt der bei der gesetzeskonformen Speicherung gerne übersehen wird, sind die Meta-Daten. Falls die originären Daten gesetzeskonform zwar in der EU liegen, ist in vielen Fällen ausländischen Behörden ein Rückschluss auf die Unternehmensaktivitäten durch die Auswertung der Metadaten möglich. Im Idealfall regelt eine Policy Engine mittels der PrivacyRegions die korrekte Distribution dieser speziellen Daten gleich mit.

    Seite 1: Flexibilität und Sicherheit durch EFSS
    Seite 2: Mehr Schutz vor Ransomware


Seite 1 von 2 Nächste Seite >>
21.12.2016/ln/Jonathan Huberman, Chief Executive Officer bei Syncplicity

Nachrichten

Neues bei Backup Exec [14.11.2017]

Veritas hat seine Lösung zur Datensicherung 'Backup Exec' einer Runderneuerung unterzogen. Dabei hat der Hersteller auch das Abo-Modell überarbeitet, das mit diversen Abstufungen den Nutzern mehr Flexibilität bringen soll. Neu ist außerdem eine Deduplizierung in die Cloud, was die Auslastung des Netzwerks und den Speicherbedarf deutlich reduzieren soll. [mehr]

Neue NAS-Serie auf Ryzen-Basis [14.11.2017]

QNAP veröffentlicht zusammen mit AMD das weltweit erste NAS auf Ryzen-Basis. Je nach Modell hat der Hersteller die Produktreihe 'TS-x77' mit Prozessoren mit bis zu acht Kernen, einem Turbo-Core bis zu 3,7 GHz und mit bis zu 64 GByte DDR4-RAM ausgestattet. Die Geräte bieten sechs, acht und zwölf Einschübe. [mehr]

Kurz und schnell [7.11.2017]

Tipps & Tools

Download der Woche: MiniTool ShadowMaker Free [14.11.2017]

Auch aufgrund der Bedrohungen durch Ransomware ist spätestens jetzt allen IT-Verantwortlichen die Wichtigkeit eines funktionierenden Backups bewusst. Wer sich noch nicht für eine Software entschieden hat oder für kleinere Umgebungen nach einer kostengünstigen Alternative sucht, sollte einen Blick auf das frei erhältliche 'ShadowMaker Free' aus dem Hause MiniTool werfen. Das Werkzeug punktet trotz seines umfangreichen Funktionsumfangs vor allem mit seiner leichte Bedienbarkeit. [mehr]

Vorschau November 2017: Software-defined Storage [23.10.2017]

Die Datenmengen in Unternehmen wachsen täglich. Für Administratoren bedeutet dies, den zur Verfügung stehenden Speicherplatz permanent anzupassen und flexibel auf kurzfristige Anforderungen reagieren zu können. Im November befasst sich IT-Administrator mit dem Schwerpunkt 'Software-defined Storage'. Darin erläutern wir unter anderem die Einsatzszenarien für Speichervirtualisierung sowie aktuelle Trends in dem Bereich. Auch lesen Sie, welche Vorteile das Dateisystem LizardFS zu bieten hat und wie Sie Storage Spaces Direct unter Windows Server 2016 einrichten. In den Produkttests zeigt unter anderem NetApp ONTAP Select, was es in Sachen Storage-Management zu bieten hat. [mehr]

Buchbesprechung

Citrix XenMobile 10

von Thomas Krampe

Anzeigen