Fachartikel

Anwenderbericht: RZ-Ausbau durch Flash-Speicher

Die CompuGroup Medical setzt mit einem All-Flash-System von SanDisk in ihrem Rechenzentrum in Frankfurt ein Speichersystem ein, das extreme Geschwindigkeiten und Kapazitäten liefert und speziell für Big Data und Hyperscale Workloads entwickelt wurde. Es ermöglicht einen schnelleren Zugriff auf Daten, senkt den Energieverbrauch und sorgt damit für hohe Wirtschaftlichkeit im Betrieb. Der Anwenderbericht nennt die Gründe, warum das All-Flash-System sukzessive auch in allen anderen Rechenzentren der CompuGroup implementiert wird.
Mit dem InfiniFlash-System von SanDisk lies sich auch der physische Storage-Footprint reduzieren – 1 PByte finden auf sechs Höheneinheiten Platz.
Die CompuGroup Medical ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich eHealth und bietet Software- sowie Kommunikationslösungen, die Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser, Apotheker, Labore und andere Dienstleister bei ihren Workflows, Diagnosen und Therapien unterstützen. Das Unternehmen verfügt über eine breite Kundenbasis mit nahezu 400.000 Dienstleistern weltweit, darunter niedergelassene Ärzte, medizinische Einrichtungen, Krankenversicherer, Pharmaunternehmen und staatliche Institutionen. Die IT-Lösungen des Unternehmens halten mit den neuesten Entwicklung auf dem Gebiet der Medizin Schritt und erfüllen die Ansprüche des Gesundheitssektors im Hinblick auf die Speicherung, den Austausch und den Zugriff auf medizinische Informationen – wo und wann immer diese benötigt werden.

Das Unternehmen war einer der ersten Kunden von SanDisk, der Fusion-ioMemory-PCIe-Produkte zur Beschleunigung der Anwendungsleistung einsetzte. Deren erste Generation wurde in den Rechenzentren des Unternehmens in Koblenz und Irvine installiert. "Ausfälle der Karten sind sehr selten, und wir haben eine große Anzahl von ihnen in unseren Rechenzentren installiert.", stellt Thomas Schend fest, Senior IT Systems Architect bei CompuGroup Medical.
Stetiger Wandel als Herausforderung
Das IT-Team von CompuGroup Medical unterstützt virtualisierte und sehr unterschiedliche Workloads – von Microsoft-SQL-Server-2014-Datenbanken, Oracle-Rechnungssoftware und Terminalservern bis hin zu Transaktionsdaten und Hosten für Kunden aus der Software- und Dienstleistungsbranche. Das Unternehmen speichert auch Patientendaten. So können Patienten beispielsweise Termine über ihr Smartphone ausmachen und die Information im System abspeichern.

Zusätzliche Komplexität ergibt sich aus dem organischen Wachstum des Unternehmens und den zahlreichen Übernahmen, zwei Faktoren, die zur laufenden und raschen Expansion von CompuGroup Medical beitragen. Schend erklärt: "Wir können nicht für bestimmte Anwendungen entwickeln, weil wir mit jeder Übernahme eines Unternehmens neue Anwendungen in unseren Rechenzentren berücksichtigen müssen und die Infrastruktur dies bewältigen muss. Deshalb ist unser Ziel nicht die Maximalleistung einer bestimmten Anwendung, sondern eine optimale Leistung durch einen Workload-Mix."

Obwohl die CompuGroup Medical sowohl standardmäßige Festplattenlaufwerke als auch Flash-Lösungen in Form von Fusion-ioMemory-Karten auf seinen Servern installiert hat, stieß das Unternehmen an Grenzen, was die Neuinstallation von zusätzlichen Laufwerken betraf. Diese Laufwerke wurden über Fabric-Attached-Storage zur Schaffung eines SAN mit dem Server verbunden. Doch irgendwann kam der Punkt, an dem zusätzliche PCIe-Slots erforderlich wurden.

Zur Zeit setzt Schend DataCore SANsymphony-V als Software-defined Storage-Layer ein. Das primäre System wurde auf ein zweites System gespiegelt und anschließend mit dem Application-Server verbunden. "Wir benötigten etwas als Block Storage, das äußerst schnell ist und eine geringe Latenz bei der Datenaufnahme aufweist", sagt Schend.

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12.07.2017/ln/Wolfgang Pauels, Enterprise Channel Manager Central Europe bei SanDisk

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