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Anwenderbericht: Wienerwald - Full Backup für halbe Hendl

Die österreichische Gastronomiekette Wienerwald ist bekannt für ihre Geflügelspezialitäten. Angesichts steigender Datenmengen entschieden sich die Verantwortlichen für eine neue, skalierbare Technologie statt einer möglichen Erweiterung des vorhandenen Systems. Wir zeigen Ihnen in unserem Anwenderbericht, wie Wienerwald durch die Umstellung von einer erhöhten Kapazität bei gleichzeitig besserer Performance profitieren konnte.
Auch beim Grillen von Hähnchen fällt eine Menge an sicherungswürdigen Daten an
Die 1955 gegründete Restaurantkette Wienerwald ist im deutschsprachigen Raum seit über 50 Jahren berühmt für ihre "Hendl". Die österreichische Wienerwald Restaurants GmbH agiert dabei seit 2003 unabhängig vom deutschen Unternehmen und beschäftigt heute rund 320 Mitarbeiter in 17 Restaurants. Neben dem klassischen Gastronomiebetrieb werden die Speisen seit einiger Zeit auch zum Mitnehmen und per Hauszustellung angeboten.

Alle anfallenden  Daten werden seit vier Jahren von WS-IT Web Solution - Informationstechnologie GmbH im Rechenzentrum der Zentrale von Wienerwald Österreich gesammelt, gewartet, weiterverarbeitet sowie gesichert. Hier laufen die Daten für diverse Kassen-, Rechnungs- und Buchhaltungssysteme sowie der interne Betriebsabrechnungsbogen (BAB) und die Datenbankfiles der einzelnen Filialen zusammen. "Wir unterstützen kleine und mittlere Unternehmen in allen IT- und Telekommunikationsfragen und bieten als EDV-Dienstleister auch Outsourcing an", so Gerhard Kellner, Geschäftsführer der WS-IT GmbH. "Für Wienerwald haben wir vor vier Jahren die komplette Administration des Backoffice, die Verwaltung der Windows-Server, den Webauftritt und das Backup übernommen."

Entscheidungskriterium Support
Vor der Umstellung auf eine zentrale und automatisierte Backup-Lösung wurde jeder Server mit einem eigenen AIT-Bandlaufwerk abgesichert - eine Lösung mit einem hohen administrativen Aufwand. Danach entschied man sich für eine automatische SDLT-Bandlösung von Quantum. Mit dieser Roboter-Lösung konnten die beschriebenen Bänder vollautomatisch gewechselt werden, ein manueller Austausch der Tapes war nur noch einmal pro Woche nötig.

Aufgrund der stetig wachsenden Datenmenge stieß der eingesetzte Bandroboter aber zusehends an seine Kapazitätsgrenze. Dadurch war die Datensicherung trotz Automatisierung für die IT-Verantwortlichen nur mit Mehraufwand zu bewerkstelligen. Da das Automationsgerät nach mehreren Servicefällen nicht mehr die gewünschte Zuverlässigkeit gewährleistete, entschieden sich die Verantwortlichen für den Austausch des kompletten Systems. "Beim Backup ist Zuverlässigkeit von Produkt, Technologie und Support oberstes Gebot. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, den alten Bandroboter auszutauschen. Nach Vergleich des Preis-Leistungsverhältnisses mehrerer Bandroboter haben wir uns in Abstimmung für Tandberg Data entschieden", sagt Franz Kainz, Geschäftsführer der Wienerwald Restaurants GmbH.



Die Wahl fiel auf den StorageLoader LTO-3, der mit einer Höheneinheit (1U) und acht Slots ideal auf die Anforderungen eines mittelständischen Unternehmens wie Wienerwald zugeschnitten ist. Der Autoloader bietet mit zwei herausnehmbaren 4-fach Magazinen Platz für insgesamt acht Bandkassetten und damit eine komprimierte Datenmenge von bis zu 6,4 TByte. Das LTO-3 Laufwerk erreicht so die zur Sicherung und Rücksicherung der Unternehmensdaten notwendigen Durchsatzraten von bis zu 80 MBit/s.

Inbetriebnahme: Alles im Griff
Die Implementierung des StorageLoaders LTO-3 übernahm der Dienstleister WS-IT selbst, auch um im späteren Betrieb die Konfiguration und Funktionsweise des Gerätes jederzeit nachvollziehen zu können. Nach etwa einem halben Arbeitstag war das Gerät implementiert und einsatzbereit.

Für die Installation des AutoLoaders wählte man ein Zeitfenster, in dem bei Wienerwald nicht gearbeitet wurde. Im ersten Schritt erfolgte eine Komplettsicherung des Systems. Dabei wurden sämtliche Datensätze auf dem alten AutoLoader gesichert und im Anschluss auf ihre Vollständigkeit überprüft. Erst dann konnte der alte durch den neuen Bandautomaten ersetzt werden. Das kompakte System ist über die SCSI-Schnittstelle mit dem Backupserver unter Windows Server 2003 verbunden. Bestückt ist der StorageLoader mit sieben Datenbändern und einer Reinigungskassette. Als Backup-Software kommt ARCserve von CA Software zum Einsatz. Nach der Konfiguration des Systems und der Einrichtung der Backup-Jobs konnte die erste Vollsicherung mit dem StorageLoader LTO-3 in schon vier Stunden abgeschlossen werden. Die alte Backup-Lösung benötigte hierfür die ganze Nacht.

"Durch den erhaltenen Zeitpuffer können wir jetzt täglich eine Vollsicherung durchführen. Bei einem Ausfall sind wir mit der Rücksicherung kompletter Datensätze wesentlich schneller als mit einer Reihe von Teilsicherungen. Dadurch können wir das Risiko eines Datenverlustes bei einem Ausfall minimieren", so Gerhard Kellner von WS-IT. "Vereinzelt mussten wir schon Daten wiederherstellen, zum Beispiel wenn User versehentlich eine Datei gelöscht hatten. Jetzt genügt ein kurzer Anruf und wir sichern die Datei nach einem Gegencheck per Fernzugriff sofort zurück. Im Normalfall ist das für uns innerhalb von 15 Minuten möglich."

Mehr Platz – hohe Performance
Durch das Datenwachstum ist die Zeit für den längsten Backup-Auftrag inzwischen auf fünf Stunden angewachsen, wobei die Übertragungsgeschwindigkeit von der Serverleistung limitiert wird. Um ein Stop-and-Go der Bänder während eines Sicherungszyklus zu vermeiden, werden deshalb von den vorhandenen zwölf Servern immer vier Server parallel nach dem Multiplexing-Verfahren gesichert. Der konstante Daten-Stream sorgt für eine gleichmäßige Auslastung des StorageLoaders, was die Sicherheit des Backups erhöht und den Verschleiß minimiert.

Jeden Montag werden die vollen Bänder gegen vierzehn Tage alte Tapes ausgetauscht, die dann wieder überschrieben werden. Die wöchentliche Vollsicherung wird sicher vor Ort verwahrt, die monatlichen Bänder zu Archivierungszwecken ausgelagert. Nach 50 Stunden erfolgt automatisch eine Reinigung des Bandlaufwerks. Zu Testzwecken werden zudem regelmäßig Rücksicherungen auf Vollständigkeit und Datenintegrität getestet.

Bei veränderten Anforderungen kann der StorageLoader mit einem LTO-4-Laufwerk aufgerüstet werden, wodurch sich die Leistung auf nur einer Höheneinheit auf bis zu 12,8 TByte und eine Transferrate von bis zu 576 GByte pro Stunde (bei 2:1-Komprimierung) erhöht. Die bislang geschriebenen Bänder könnten dann bei voller Lese-/Schreibkompatibilität weiterverwendet werden.

"Mit der Tape Automation von Tandberg Data haben wir das Backup für Wienerwald auf eine solide und sichere Basis gestellt. Der StorageLoader basiert auf einer zuverlässigen Technologie, ist leicht zu bedienen und überzeugt durch das robuste Design. Im Betrieb nehmen wir ihn kaum wahr und das ist für eine Backup-Lösung ein gutes Zeichen. Und falls doch etwas sein sollte, wissen wir um die räumliche Nähe des Herstellers und seiner Partner", resümiert Gerhard Kellner.
7.10.2009/Marije Stijnen, Vice President Marketing bei Tandberg Data/ln

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