Fachartikel

Anwenderbericht: Servervirtualisierung beim Baustoffgroßhändler

Bei dem in Kaiserslautern ansässigen Baustoffgroßhändler Kopp & Krauss stieß die Performance der bestehenden Hardwaresysteme in der Vergangenheit immer häufiger an ihre Grenzen. Zu bedenken galt es auch, dass bei dem Familienunternehmen demnächst der Wechsel der ERP zu einer Hosting-Lösung ansteht. Der Anwenderbericht beschreibt, wie der Betrieb vor rund einem Jahr die sieben alten Server gegen ein VMware Cluster mit zwei IBM-Server System x3650 ausgetauscht hat und welche Herausforderungen dabei zu meistern waren.
Nach der reibungslosen Implementierung der Servervirtualisierung will Kopp & Krauss den anstehenden ERP-Wechsel gelassen angehen
Das Familienunternehmen Kopp & Krauss wurde 1924 als Holz- und Baustoffhandel gegründet. Heute ist der Fachgroßhändler mit seinen 62 Mitarbeitern auf Bäder, Fliesen, Natursteine, Heizungen und Baustoffe spezialisiert. Durch stetig steigende Datenmengen und Anforderungen der Software waren die sieben Server bei Kopp & Krauss ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen. "Uns war bereits länger klar, dass unsere Server in die Jahre gekommen waren und an ihre Grenzen stießen. Darüber hinaus galt es die Tatsache zu bedenken, dass die ERP-relevanten Softwarelösungen in Zukunft gehostet werden. Eine Vielzahl anderer Anwendungen verbleibt aber in unserem Haus. Zusätzlich traten, insbesondere in den letzten Monaten vor der Umstellung, immer häufiger Probleme auf. Raid-Controller fielen aus, die Anlage lief extrem langsam. In der Quintessenz haben wir uns daher zur Investition in die neue Hardware entschlossen", fasst EDV-Leiter Michael Schäfer die Ausgangssituation zusammen.

Erklärte Ziele des Großhändlers waren, sich schnell den wachsenden und ständig verändernden Anforderungen anpassen zu können, eine höhere Verfügbarkeit der Anwendungen, eine bessere Performance und nicht zuletzt eine Aufwandsreduzierung des Systemmanagements. Schäfer resümiert das so: "Wir wollten die Gewissheit haben, für die nächsten Jahre eine solide Grundlage geschaffen zu haben."

Aus sieben mach zwei
Bei Kopp & Krauss stand man vor der Entscheidung, entweder in mehrere neue Server zu investieren oder mithilfe von Servervirtualisierung die Infrastruktur zu optimieren. Bei einem Vergleich der Alternativen stellte sich schnell heraus, dass durch die Virtualisierung die Anforderungen an Performance, Anpassungsfähigkeit und Ausfallsicherheit besser umgesetzt werden können.

Im Frühjahr 2012 wurden die sieben alten Server gegen ein VMware Cluster mit zwei IBM-Servern System x3650 ausgetauscht. Da die Migration am Wochenende durchgeführt wurde und ohne Probleme verlief, ließ sich die Virtualisierung ohne Betriebsunterbrechung umsetzen. "Aufgrund der guten Vorbereitung und Abstimmung mit unserem langjährigen IT-Partner SHD Technologie und Service verlief alles reibungslos", so der EDV-Leiter.

Ausfallsicher, besser administrierbar, geringere Betriebskosten
Früher hatte der Kaiserslauterer Großhändler lediglich die ERP über einen Shadow-Server abgesichert, alle anderen Programme wurden nächtlich gesichert. Die neue Lösung wurde hingegen auf höchstmögliche Ausfallsicherheit ausgelegt. Sie ermöglicht, alle bestehenden Systeme zu virtualisieren und schafft somit eine exzellente Verfügbarkeit.

"Das Wichtigste ist neben der Ausfallsicherheit die neue Flexibilität und dass wir jetzt unabhängig sind von einer gewachsenen Serverstruktur mit ständigen Problemen", fasst Schäfer zusammen. In der täglichen Administration hat er jetzt über eine Oberfläche alles im Blick. Er ist für Arbeiten am System auch nicht mehr auf spezielle Termine außerhalb der normalen Arbeitszeit angewiesen. Ein Plattentausch oder Erweiterungen können jetzt ausfallfrei und während des laufenden Betriebs durchgeführt werden. Hinzu kommt, dass die laufenden Betriebskosten deutlich geringer sind. Michael Schäfer: "Ein heute nicht mehr wegzudenkender Aspekt ist die Energieersparnis. Im Vergleich mit sieben physischen Servern mit je 670 Watt ergeben sich allein bei den Stromkosten Einsparungen von über 3.000 Watt pro Stunde. Dies sind einige hundert Euro pro Monat. Zusätzlich hätte unsere Klimaanlage, die im Sommer bereits am Anschlag lief, über kurz oder lang erweitert werden müssen. Heute liegt die Auslastung der Anlage bei etwa 50 Prozent. Also sparen wir hier ebenfalls erheblich Energie."

Fazit
"Die Investition in die Hardware hat sich definitiv gelohnt. Neben den schon angesprochenen Punkten stehen wir jetzt auch nicht mehr unter dem Druck, handeln zu müssen. Wir können gelassen in die Zukunft blicken", lautet das Fazit von Michael Schäfer.
12.06.2013/Wolfgang Hein, Geschäftsleitung Vertrieb SHD Technologie und Service GmbH & Co. KG

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