FazitDie Desktop-Virtualisierung steckt immer noch im Anfangsstadium ihrer Möglichkeiten. Allerdings reichen die Funktionen und Möglichkeiten von VMware View 4 vor allem für Durchschnittsumgebungen mit mehreren hundert bis wenigen tausend VMs zumeist aus und es sind nur wenige Anpassungen von Seiten des Administrators durchzuführen. Die Anpassungen beziehen sich zumeist auf die Verwaltung der VMware-Infrastruktur mit der Power-CLI oder eigenen Softwareprodukten und die Integration ins Active Directory, um den Anwendern den Zugriff automatisch zu ermöglichen.
Was fehlt sind integrierte Funktionen, um die Ist-Aufnahme bestehender physikalischer Infrastrukturen schnell und aussagekräftig durchzuführen, um die Virtualisierung möglichst gezielt anzugehen. Viele Möglichkeiten zur Provisionierung kommen von den Storage-Herstellern selbst. NetApp und EMC sind hier die beiden Unternehmen, welche die meisten VDI-Funktionen anbieten.
Insgesamt ist VMware View 4 für die meisten VDI-Umgebungen eine sehr gute Wahl und glänzt durch die einfache Installation und Bedienung sowie die stabile Basis in Form von vSphere 4.Weiterhin haben bereits sehr viele Dritthersteller Zusatzsoftware und Dokumentationen zum Thema View veröffentlicht. Das Produkt ist somit – das passende Einsatzszenario vorausgesetzt – rundum empfehlenswert.
Den ausführlichen Test der Software finden Sie in Ausgabe 04/2010 ab Seite 19. Außerdem haben wir in der April-Ausgabe in einem Test Citrix XenDesktop 4.0 unter die Lupe genommen.



