Download der Woche: Collins

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Download der Woche: Collins

27.08.2025 - 07:00
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Effiziente IT-Infrastrukturverwaltung braucht eine zentrale Datenbasis für alle Assets – physische wie virtuelle. Collins bietet genau das: Die Open-Source-Software dient als zentrale "Source of Truth" und kombiniert ein flexibles Datenmodell mit einer mächtigen REST-API. Dank Weboberfläche, CLI und Integrationen lässt sich Infrastruktur damit einfach automatisieren und skalieren.

Collins ist ein quelloffenes Infrastruktur- und Asset-Management-System, das von Tumblr entwickelt wurde. Es dient als zentrale Informationsquelle für Server, Netzwerkgeräte, IPs und andere IT-Ressourcen. Die Software setzt auf ein schlankes, flexibles Key-Value-Datenmodell, bei dem jedes Asset eindeutig getaggt wird. So lassen sich Eigenschaften, Status und Metadaten frei definieren und an individuelle Anforderungen anpassen.

Die Verwaltung erfolgt über eine konsistente REST-API, die von zahlreichen Programmiersprachen wie Python, Ruby oder Go aus nutzbar ist. Zusätzlich stehen eine Weboberfläche und ein Kommandozeilen-Tool bereit, um Zugriff und Automatisierung so einfach wie möglich zu gestalten. Collins lässt sich eng in bestehende Infrastrukturprozesse einbinden: Es unterstützt PXE- und IPMI-Workflows, um Server automatisiert zu provisionieren oder fernzusteuern, und ermöglicht die direkte Verwaltung von IP-Adressen.

Zu den größten Stärken zählen seine API-Zentrierung, die Flexibilität bei der Modellierung von Assets und die leichte Erweiterbarkeit. Besonders in Kombination mit Automatisierungswerkzeugen wie Puppet oder Jenkins entfaltet Collins sein volles Potenzial. Einschränkungen gibt es jedoch auch: Collins bietet keine eingebauten Beziehungen zwischen Assets und kein komplexes Abhängigkeitsmanagement – hier sind klare Konventionen und Disziplin gefragt.