Freie Software als Fundament der digitalen Wirtschaft

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Freie Software als Fundament der digitalen Wirtschaft

25.03.2025 - 07:00
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Eine neue Studie der Harvard Business School und der University of Toronto beleuchtet den ökonomischen Wert von Open-Source-Software, die heute nahezu überall im Einsatz ist – von Websites bis hin zu Produkten in allen Branchen. Erstmals wurde nicht nur der Aufwand auf Entwicklerseite berechnet, sondern auch der tatsächliche Nutzwert für Unternehmen: 8,8 Billionen US-Dollar müssten Organisationen ausgeben, wenn sie die genutzte freie Software selbst entwickeln.

Das Ergebnis der Harvard-Studie (PDF) lässt aufhorchen: Während sich die sogenannten reinen Wiederherstellungskosten der meistgenutzten freien Software auf rund 4,15 Milliarden US-Dollar belaufen, liegt der wirtschaftliche Nutzen durch den Einsatz im Unternehmen bei 8,8 Billionen US-Dollar. Ohne Open Source müssten Unternehmen gemäß der Untersuchung rund 3,5-mal mehr für Software ausgeben als heute. Besonders auffällig ist dabei, dass 96 Prozent des Nachfrageseffekts auf nur fünf Prozent der Entwickler fallen – rund 3000 Coder erzeugen demnach fast den gesamt Wert von freien Tools.

Die Analyse zeigt zudem, dass der größte Brocken durch nur sechs Programmiersprachen generiert wird – allen voran Go, JavaScript und Java. Branchenübergreifend profitieren vor allem der Dienstleistungs- und Einzelhandelssektor. Die Forscher fordern daher mehr gesellschaftliches und politisches Engagement, um diese kritische digitale Infrastruktur langfristig abzusichern.