KI trifft Fertigung

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KI trifft Fertigung

31.03.2025 - 11:09
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Künstliche Intelligenz hält Einzug in die industrielle Fertigung – von der Produktionslinie bis zur Produktentwicklung. Auf der Hannover Messe 2025 zeigt Microsoft, wie moderne KI-Agenten, Low-Code-Tools und Cloud-Plattformen die Effizienz in Fabriken steigern können.

Auf der Hannover Messe 2025 demonstriert Microsoft gemeinsam mit über 40 Partnern und Kunden, wie Künstliche Intelligenz (KI) bereits heute konkrete Produktionsprozesse verändert. Unter dem Motto "Industrial AI in Action" liegt der Fokus auf dem praktischen Nutzen generativer KI und spezialisierter KI-Agenten in der Fertigung. Die Anwendungen reichen vom generativen Design im Engineering über Automatisierung in der Fabrikhalle bis hin zur Assistenz für Mitarbeitende im Betrieb und zur Steuerung ganzer digitaler Produktionsketten.

Zentrale Neuerung sind KI-Agenten, die direkt in Maschinensteuerungen eingebunden oder als Erweiterung von M365-Anwendungen genutzt werden können. Der "Factory Operations Agent" etwa analysiert Maschinendaten per Spracheingabe und hilft, Fehlerquellen zu identifizieren. Er lässt sich per Low-Code über Copilot Studio individuell anpassen und in Tools wie Microsoft Teams integrieren. Parallel unterstützt der "Factory Safety Agent" Sicherheitsprozesse, vereinfacht Inspektionen und individualisiert Schulungen. Beide Lösungen sind ab sofort in der Public Preview verfügbar.

Daten als Grundlage

Begleitend zur Messe stellt Microsoft neue Integrationen in seine Datenplattform Microsoft Fabric vor. So wird unter anderem das Manufacturing Execution System (MES) TrakSYS von Parsec mit Fabric und Azure AI Foundry verknüpft, um KI-gestützte Entscheidungen auf Grundlage von Fertigungsdaten zu erleichtern. Auch Tulip, Anbieter einer Frontline-Operations-Plattform, bindet seine Analyse- und Feedbacklösungen über Microsoft Fabric in industrielle Prozesse ein. Ziel ist eine durchgängige, KI-basierte Auswertung und Optimierung über mehrere Werke hinweg.

Ein weiteres Highlight am Microsoft-Stand ist ein echtes Pearl-700-Triebwerk von Rolls-Royce. Gemeinsam mit Siemens nutzt der Hersteller KI und Cloudtechnologien, um den gesamten Lebenszyklus der Triebwerke – von der Entwicklung bis zur Wartung – datenbasiert zu steuern. Die sogenannte "Hero Demo" zeigt anhand konkreter Datenflüsse, wie KI-gestützte Wertschöpfungsketten in der Luftfahrt aussehen können.

Partner mit eigenen Ideen

Neben Microsoft präsentieren auch Partner wie Siemens, Autodesk, PTC und Aras neue Lösungen. Siemens etwa integriert Azure IoT Operations in seine Industrial-Edge-Plattform und entwickelt ein KI-Basismodell für Automatisierungsaufgaben. PTC wiederum arbeitet mit Microsoft an Multiagenten-Systemen für das Product Lifecycle Management. Und das kanadische Unternehmen Sanctuary AI zeigt mit einem humanoiden Roboter praxisnah, wie feinmotorische Intelligenz KI-gestützt in der Produktion eingesetzt werden kann. Die durchgängige Botschaft: KI wird in der Industrie vom Pilotprojekt zum Standardwerkzeug.