Proxmox Backup Server 4.0 mit CIFS und erweiterter Replikation
Mit Version 4.0 hat Proxmox Server Solutions eine neue Generation seines Datensicherungsservers vorgestellt. Der Proxmox Backup Server, der auf Linux basiert und speziell für virtuelle Maschinen sowie Container in Proxmox-VE-Umgebungen konzipiert ist, erhält in der neuen Version wesentliche Neuerungen – darunter die Unterstützung von CIFS-Mounts, eine erweiterte Tape-Replikation sowie ein aktualisiertes Debian- und Kernel-Backend.
Eine zentrale Neuerung in Proxmox Backup Server 4.0 ist die Unterstützung des SMB/CIFS-Protokolls zur Einbindung von Netzwerkfreigaben. Damit lässt sich etwa ein NAS-System direkt als Backupziel oder als Ort für Tape-Replikation nutzen, ohne dabei Umwege über manuelle Mounts oder Shell-Skripte gehen zu müssen. Die Verwaltung erfolgt vollständig über das PBS-eigene GUI oder die API. Dies soll besonders kleineren IT-Umgebungen ohne Fibre-Channel oder iSCSI die Einbindung zentraler Speicherressourcen erleichtern.
Die Tape-Replikation, die in Release 3.0 eingeführt wurde, kann nun mit Version 4.0 inkrementelle Replikationen auch zwischen verschiedenen Medienpools durchführen. Dabei prüft das System automatisch, welche Datensätze bereits vorhanden sind, und sichert nur neue oder veränderte Snapshots. Das soll laut Hersteller Zeit und Bandbreite sparen – insbesondere beim Einsatz an entfernten Standorten zur Katastrophenvorsorge. Die Konfiguration erfolgt über sogenannte "Replikationsjobs", die sich regelmäßig automatisch ausführen lassen.
Auch unter der Haube gibt es Neuerungen: PBS 4.0 basiert nun auf Debian 13 ("Trixie") und Kernel 6.14. Das bedeutet nicht nur verbesserte Hardwareunterstützung, sondern sorgt auch für längere Updatezyklen und Sicherheitspatches. Die Backupengine bleibt dabei weiterhin vollständig in Rust implementiert und auf Performance sowie Datensicherheit bei der Sicherung von VM-Daten ausgelegt. Mithilfe von Deduplizierung, Authentifizierung per Token, Verschlüsselung (AES-256-GCM) und integrierter Verifikation will das neue Release auch im Enterprise-Umfeld punkten
Proxmox Backup Server 4.0 steht ab sofort als freie Open-Source-Software (GNU AGPLv3) zum Download bereit. Nutzer mit Subskription erhalten darüber hinaus Zugriff auf stabile Enterprise-Repositories sowie Supportleistungen. Die neue Version lässt sich wie gewohnt als Bare-Metal-Installation oder virtuelle Appliance betreiben.