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Kommandozeile und Zwischenablage verbinden

Manchmal möchte man von der Kommandozeile aus auf die Zwischenablage zugreifen, zum Beispiel, wenn man die Ausgabe eines Programms in eine E-Mail kopieren will. Besonders elegant ist es auch, wenn ein Konvertierungsskript sein Ergebnis einfach in die Zwischenablage schreibt. Wir haben nachgesehen, wie gut die Zwischenablagen von Windows, Mac OS X und Linux mit der Kommandozeile zusammenarbeiten.
Mit den richtigen Befehlen lassen sich Kommandozeile und Zwischenablage miteinander nutzen
Unter Windows Server 2003 und 2000 Server kann man mit dem Tool "clip.exe" aus dem Ressourcekit einen beliebigen Text von der Kommandozeile in die Zwischenablage kopieren, indem man ihn einfach nach "clip" schickt. Zum Beispiel so:
 type registrationkey.txt | clip

Leider scheint es keinen Weg zu geben, mit Bordmitteln den Inhalt der Zwischenablage auf der Kommandozeile auszugeben.

Mac OS X stellt zwei Befehle zur Verfügung, um auf die Zwischenablage zuzugreifen: pbcopy und pbpaste. Dies kann dann so aussehen:

 $ cat regkey.txt | pbcopy
 $ pbpaste
 CX-5zt445gdfg5t4-VD

Unter Linux/X11 gibt es wie immer mehrere Werkzeuge, die den Zugriff auf die Zwischenablage ermöglichen. Xclip ist in vielen Distributionen enthalten. Deutlich leistungsfähiger ist allerdings Xsel [1]. Dieses ist leider nur in Debian Sid enthalten. Für andere Distributionen muss man selbst zum Compiler greifen.

 xsel

ohne Optionen gibt den Inhalt des primären Textpuffers aus. Dieser speichert Text, der mit der Maus markiert wurde. Der Befehl

 xsel -b

gibt den Inhalt der regulären Zwischenablage aus. Die Option

 -i

ermöglicht es, Text in die Zwischenablage zu schicken, beispielsweise mit:

 $ cat access.log | grep "August" | xsel -i -b

Noch ein kleiner Tipp für Poweruser: Neben dem primären gibt es auch noch einen sekundären Textpuffer, der den wenigsten bekannt ist und von nahezu keinem Programm genutzt wird. Xsel kann mit

 -s

auch auf diesen zugreifen. Der Schalter

 -x

vertauscht den primären und sekundären Textpuffer. Dadurch wird die der selektierte Text in den sekundären Textpuffer verschoben. Wenn Sie den Befehl

 xsel -x

auf einen Shortcut wie "Win+X" legen, dann können Sie auf Tastendruck zwischen zwei Textpuffern hin und herschalten und so gleich drei Textblöcke auf einmal kopieren und anderswo einfügen. Wer öfter Bankverbindungen von E-Mails in Onlinebanking-Formulare kopieren muss, wird diese Möglichkeit zu schätzen wissen.

11.08.2005/rw

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