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Konzerne kooperieren für praktischen Einsatz von Quantenrechnern

Gemeinsam gründen zehn deutsche Konzerne das Quantum Technology and Application Consortium (QUTAC). Ziel des neu gegründeten Konsortiums ist die Weiterentwicklung der bestehenden Grundlagen des Quantencomputings in nutzbare industrielle Anwendungen. Konkret sollen industrierelevante Anwendungen für die Branchen Technologie, Chemie und Pharma, Versicherung und die Automobilindustrie zur Marktreife gebracht werden.
Damit soll die Grundlage für eine erfolgreiche Industrialisierung des Quantencomputings in Deutschland und Europa geschaffen werden. Dem Konsortium gehören zum Zeitpunkt seiner Gründung die Unternehmen BASF, die BMW Group, Boehringer Ingelheim, Bosch, Infineon, Merck, Munich Re, SAP, Siemens und Volkswagen an.

QUTAC [1] versteht sich als Handlungsplattform. Das Konsortium möchte Anwendungen des Quantencomputing zum wirtschaftlichen Einsatz dieser Technologie vorantreiben, die in den Mitgliedsunternehmen einen Mehrwert schaffen sollen. Der Mitgliederkreis umfasse einen breiten Querschnitt der deutschen Wirtschaft – damit seien die Anwendungen, die innerhalb des Konsortiums identifiziert, entwickelt und erprobt würden, richtungsweisend für ganze Branchen. Durch seine Ausrichtung nehme QUTAC eine wichtige Position in der bestehenden Landschaft Quantentechnologie-bezogener Institutionen ein.

Der Kreis von derzeit zehn Mitgliedern erlaube einen pragmatischen Austausch und eine schnelle Entscheidungsfindung, um kurz- und mittelfristig praxisrelevante Lösungen zu entwickeln. Die Ergebnisse sollten dabei allen Teilnehmern des Ökosystems zugutekommen. In seinem Positionspapier legt QUTAC konkrete Schritte fest: So soll zuerst der Bedarf für Quantencomputing in der deutschen Wirtschaft aufgezeigt werden, um daraus die Grundlage für ein branchenübergreifendes Anwendungsportfolio zu schaffen.

Aktuell würden mögliche Applikationen identifiziert und ihr Potenzial für eine industrielle Umsetzung bewertet. Diese Referenzanwendungen würden gemeinsam umgesetzt und über die Grenzen des Konsortiums hinaus weiterentwickelt. Die Ergebnisse sollen dann auf der zentralen Plattform [1] veröffentlicht werden.
10.06.2021/dr

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